Richtig Essen

GfE- Gesellschaft für richtiges Essen und Lebensgestaltung e.V.

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Archiv für Dezember, 2014

Noch mehr zum Thema Schlaf

Erstellt von r.ehlers am 31. Dezember 2014

Über den Schlaf habe ich immer wieder geschrieben, ausführlich in meinem Buch über das Wohlfühlhormon Serotonin, Via Nova, 2. Aufl. 2014 (S. 179 – 192), ergänzend insbesondere in meinen Beiträgen

http://www.essenspausen.com/neues-vom-schlaf/ und

http://www.essenspausen.com/einschlaf-und-aufwachfenster/.

Inzwischen habe ich die Studien des Schlafforschers Jürgen Kamps kennengelernt, der sich bescheiden Schlafberater und Coach für Stress & Schlaf nennt.  Über sein fundiertes Wissen um die richtige Einrichtung des Schlafbereichs berichet er auf den Seiten

http://www.neueszuhause.de/Detailseite/id/Special-Ruhige-Naechte-386.

Daraus greife ich die in meiner Vorstellung für jedermann beachtlichen Momente heraus (für die vielen guten Hinweise auf die richtige Wahl des Betts und der Matratze verweise ich auf den obigen Link):

 

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Grundwissen: Der Segen der nativen Kost

Erstellt von r.ehlers am 31. Dezember 2014

In meinen ersten beiden Beiträgen zum unverzichtbaren Grundwissen über die richtige Ernährung ist sicher schon für jedermann nachvollziehbar geworden,

  • dass es für jeden Menschen ein unabweisbarer gesundheitlicher Vorteil ist, immer wieder auf die Einhaltung von Essenspausen zu achten, dass unser Magen nach dem Essen mal wieder frei wird,
  • um ihn vor aller weiteren Nahrung mit einer kleinen Portion nativer Kost, also roher  fein gemahlener pflanzlicher Nahrung „beschicken“ können,
  • die sofort den ganzen Dünndarm durchläuft, dort schnell und ausgiebig genutzt wird,
  • unserer das Immunsystem stützenden Darmflora die dringend benötigte Proteinnahrung gibt
  • und uns schließlich mit dem Anstoß des Aufbaus des Botenstoffes und Wohlfühlhormons Serotonin eine natürliche Ausgewogenheit und Harmonie im ganzen Gehirngeschehen schenkt.

Erst wenn man sich einmal in Ruhe klar macht, wie umfassend und intensiv diese Umstellung in der Ernährung  Körper, Gemüt und Geist den ganzen Menschen positiv verändert, kann man mir vielleicht die großen Worte nachsehen, dass der Ausgangspunkt hierfür die Nutzung des magischen Moments zu Beginn des Essens auf leeren Magen ist und dass der zu dieser Zeit erfolgende Verzehr einer kleinen Menge nativer Kost  ein wahrer Segen für den Menschen ist.

Ich beschreie hier keine wunderbaren Wirkungen. Gleich was „die Wissenschaften“ dazu sagen und wann sie sich bereitfinden, meine (von einem Außenseiter !) stammenden Erkenntnisse überhaupt zu registrieren, geht es hier nur um leicht nachvollziehbare natürliche Tatsachen und  Wirkungen.

So frappierend für mich bei der ersten Begegnung mit dem Phänomen des Verzehrs nativer Kost auf leeren Magen besonders die Verbesserungen in den serotonergen Bereichen war und es sicher für jeden neu informierten Menschen gleichfalls  ist, so überraschend ist für jeden auch das weite Spektrum der gesundheuitlichen Wirkungen, die sich erst nach und nach offenbaren.

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Grundwissen: Serotonin, Bedeutung und Aufbau

Erstellt von r.ehlers am 30. Dezember 2014

Im Grundwissen-Beitrag über den „Magischen Moment des Essens auf leeren Magen“ habe ich schon eine Reihe von Hinweisen darauf gegeben, dass allein diese besondere Essweise bei der Förderung des Serotoninaufbaus durch die Nahrungsaufnahme in der Lage ist, seinen körpereigenen Aufbau im Gehirn anzustoßen. Bevor ich darauf genauer eingehe, muss ich indes anmerken, dass nicht allein dieses etwas andere Essen dieser bestimmten Nahrung den zentralnervösen Serotoninaufbau fördert.

Das Hochgefühl der Langläufer kommt vom Serotoninaufbau.

Der wichtigste weitere Weg, auf dem die Synthese von Serotonin im Gehirn angestoßen wird, ist eine ausdauernde körperliche Betätigung, wie sie im Sport besonders durch das starke Hochgefühl der Langläufer („runners high“) allgemein bekannt geworden ist.

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Unverzichtbares Grundwissen

Erstellt von r.ehlers am 24. Dezember 2014

Diesen Beitrag mit dem Hinweis auf das unverzichtbare Grundwissen über das richtige Essen, den ich in die inzwischen schon über 500 Beiträge auf diesem Blog einreihe, stelle ich hier auf der Startseite ganz obenan und halte ihn dann immer aktuell, wenn wichtige neue Informationen hinzukommen.

Hier liste ich eine begrenzte Zahl von Beiträgen auf, die dieses unverzichtbare Grundwissen zusammenfassen.  Ich verbinde damit die Hoffnung, dass kein Besucher dieser Seiten, auch wenn er aktuell nur ein bestimmtes Interesse verfolgt, an den Grunderkenntnissen über die von mir propagierte neue Essweise vorbeigeht. Es wäre einfach zu schade, die daraus sich ergebenden  leichten aber sicheren Wege zur Wahrung der Gesundheit nicht zu kennen und zu nutzen!

 

Liste der Beiträge zum Grundwissen:

http://www.essenspausen.com/der-magische-moment-des-essens-auf-leeren-magen/

http://www.essenspausen.com/serotonin-seine-bedeutung-und-sein-aufbau/

http://www.essenspausen.com/grundwissen-der-segen-der-nativen-kost/

http://www.essenspausen.com/grundwissen-abnehmen/

http://www.essenspausen.com/alle-wichtigen-regeln-zum-richtigen-essen/

http://www.essenspausen.com/native-kost-ganz-gross-bei-endlos-vielen-beschwerden/

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FOCUS: Einfach schlank

Erstellt von r.ehlers am 24. Dezember 2014

Wie wird es wohl den Menschen mit lästigem Übergewicht gehen, die sich nicht so eingehend mit den Fragen der richtigen Ernährung befassen wie ich, wenn sie im Magazin FOCUS, das  regelmäßig auf gründliche Informationen verzichtet und sich auf Häppchenjournalismus beschränkt, jetzt von S. 86 bis 100 alles darum dreht, wie man „Einfach schlank“ werden kann – das auch noch direkt gefolgt von einer zweiseitigen dreisten Werbung für den Eiweißshake Almased, eingeführt mit dem Tenor:

„Jetzt wissenschaftlich bewiesen!“ ?

http://www.focus.de/gesundheit/focus-titel-endlich-schlank_id_4360891.html

Genau seit dem Jahre 2000 schaue ich genau hin, was in der Wissenschaft und von den Presseorganen über Ernhrung und Gesundheit geschrieben wird. Jedes Jahr erschreckt es mich mehr, wie langsam die Wege der Wissenschaft sind und wie die Presse Jahr für Jahr der Allgemeinheit den immer gleichen Brei dazu serviert wird. Was nicht nachlässt ist nur die Raffinesse, mit

leeren Sprüchen und unhaltbaren Versprechungen

Menschen zum Kauf der Blätter zu bewegen. In dieser negativen Hinsicht ist der Bericht im FOCUS ein neuer Höhepunkt!

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Aminas darf nicht ins Schaufenster!

Erstellt von r.ehlers am 23. Dezember 2014

Schreiben an Naturheilpraxis … in … vom heutigen Tage:

Sehr geehrte Frau …,

Ihre Post, die der Geschäftsführer der Aminas GmbH, Dominik Ehlers, beantworten sollte, ist zur Kenntnisnahme auch bei mir gelandet. Ich, Rolf Ehlers, sein Vater, bin derjenige, der die Möglichkeiten des nüchternen Verzehrs nativer Kost entdeckt und die ersten Aminas-Sorten entwickelt hat. Heute bin ich allerdings nur noch Ernährungsforscher, Betreiber des Blogs www.richtig-essen.net und Autor von Büchern über das richtige Essen.

Ihren Gedanken, die Aminas® Vitalkost in einem Ihrer Schaufenster zu präsentieren, finde ich großartig.

-xiroi.de-

15 Jahre nach meiner Entdeckung der Wirkungen nativer Kost bin ich noch so begeistert wie am ersten Tag und fände es herrlich, wenn möglichst alle Mitmenschen Bescheid wüssten über die unerhörte Möglichkeit, sich mit einer so einfachen Umstellung in der Ernährung täglich einfach wohl zu fühlen, leistungsfähiger zu sein und sich insbesondere in der Nacht richtig zu erholen. Dazu kommen die vielfachen Verbesserungen und selbst Heilungen bei einer Unzahl körperlicher und mentaler wie psychischer gesundheitlicher Störungen und Krankheiten durch diese kleine nutritive Intervention!

Leider ist jede Werbung für auch nur eventuelle gesundheitliche Verbesserungen durch die Nutzung von Lebensmitteln gesetzlich verboten, wenn auch nur für den Verkäufer der Lebensmittelprodukte. In ein Schaufenster stellen und dabei auf gesundheitliche Wirkungen verweisen darf daher niemand, der das Produkt auch verkaufen will. Das dürfen nicht einmal Apotheker und Ärzte! Irre, nicht?

Natürlich dürfen Sie die Aminas® Vitalkost öffentlich verkaufen. Dann aber dürfen Sie nicht über die Wirkungen reden. Oder Sie reden nur über die Wirkungen und verkaufen nicht. Nur dann darf es auch mit der Bewerbung seiner Wirkung im Schaufenster stehen!

Ich will Sie nicht weiter mit Rechtsfragen langweilen. Als gelernter und erfahrener Jurist weiß ich zu genau, dass sich Rechtsanwender viel zu ernst nehmen. Ich kann die ganze Entwicklung nur noch ironisch nehmen: http://www.essenspausen.com/ovg-muenster-traeger-des-stinkfruchtpreises/

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für die stillen Tage und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

Rolf Ehlers

 

P.S.: Ich stelle Ihre Frage und meine Antwort anonymisiert in meinen Blog, weil sich ganz bestimmt viele Menschen fragen, warum für Aminas nicht besser geworben wird. Dahinter aber steht die Drohung mit dem Staatsanwalt! Solche Verstöße gegen das Lebensmittelgesetz werden nämlich hart bestraft.

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Native Kost selber machen

Erstellt von r.ehlers am 23. Dezember 2014

Am Neuen ist doch stets irgend etwas nicht ganz in Ordnung. 

Robert Walser, Die kleine Berlinerin

Von: …und …[mailto: …@hotmail.com]
Gesendet: Montag, 22. Dezember 2014 14:50
An: re@richtig-essen.net
Betreff: Natives Pulver selber machen

Sehr geehrter Herr Ehlers,

ich habe soeben mit grösstem Interesse ihr Buch gelesen und bin absolut begeistert davon! Gerne möchte ich Ihre Tipps anwenden und mich auch im Internet noch mehr darüber informieren.

Mein Mann und ich sind oft unterwegs, und wir planen auch in Zukunft wieder Richtung …  [Ausland] zu gehen und eventuell wieder dort zu leben.

In Ihrem Buch hiess es, dass man diese Produkte auch selber herstellen kann. Ich würde sehr gerne mehr darüber wissen, da ich nicht immer die Gelegenheit habe die Aminas Produkte zu kaufen. Können Sie mir mehr Anleitung darüber geben?  z.B. welche Körner kann man nehmen, mit wieviel Flüssigkeit, und wie fein müssen Sie gemahlen sein.

Für eine Rückantwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!

Freundliche Grüsse

Meine Antwort:

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Geschenktes Leben (Daniel Glattauer)

Erstellt von r.ehlers am 21. Dezember 2014

Kann jemand, der nicht selbst den Kampf gegen den Alkohol kennt, das Buch „Geschenkt“ des Wiener Journalisten, Schriftstellers und Dichters Daniel Glattauer (2014, 335 S., 19,90 €)  überhaupt verstehen?

Geschenkt

Über den Autor weiß ich auch nur das, was im Netz über ihn veröffentlicht ist. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Glattauers Buch nicht in mehrfacher Hinsicht autobiographische Züge hat, besonders in seinem

  • Vertrauen auf den Fortgang des Lebens, ach angesichts großer Anfeindungen,
  • seiner Erfahrung im guten menschlichen Umgang
  • und in seiner Befreiung von der Macht des Alkohols.

Der Tilel des Buches und seine verlagsmäßige Bewerbung legen eher andere Schwerpunkte nahe, s. http://www.hanser-literaturverlage.de/buch/geschenkt/978-3-552-06257-3/:

„Gerold Plassek ist Journalist bei einer Gratiszeitung. Bei ihm im Büro sitzt der 14-jährige Manuel, dessen Mutter im Ausland arbeitet. Er beobachtet Gerold beim Nichtstun und ahnt nicht, dass dieser Versager sein Vater ist. Gerold fehlt jeder Antrieb, die Stammkneipe ist sein Wohnzimmer und der Alkohol sein verlässlichster Freund. Plötzlich kommt Bewegung in sein Leben: Nach dem Erscheinen seines Artikels über eine überfüllte Obdachlosenschlafstätte trifft dort eine anonyme Geldspende ein. Das ist der Beginn einer Serie von Wohltaten, durch die Gerold immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt. Und langsam beginnt auch Manuel, ihn zu mögen … – Ein so spannender wie anrührender Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht.“

Die Schilderung, wie aus einer verkrachten Existenz ein fürsorglicher zweifacher Vater wird, zudem ein sozialer Mensch voller Weisheit und Lebensfreude, berührt sicherlich jeden Leser, auch wenn er mit dem Problem des exzessiven Alkoholgebrauchs durch den Protagonisten der Geschichte weniger vertraut ist.

Und doch ist bis ganz gegen Ende des Buches, als sich die Wende abzeichnet, der Alkohol der feste Begleiter des Romanhelden in jeder Sekunde seines Lebens.

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Pfefferminztee nach der Weihnachtsgans!

Erstellt von r.ehlers am 21. Dezember 2014

Ist Pfefferminztee geeignet bei Magen-Darm-Beschwerden?. Pfefferminztee hilft bei Erkrankungen der Atemwege (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bildquelle: Thinkstock bei Getty Images

 

Der Ausgangspunkt : Eine frappierende Information

Bevor wir auch in diesem Jahr nach dem fetten Weihnachtsbraten mal wieder alles falsch machen und auf den prall gefüllten Magen einen kräftigen Schnaps, den berühmten Verteiler kippen, will ich Ihnen den Vorschlag zur Kenntnis geben, den meine kluge Freundin Gabi Knörr, mir gerade per Mail  übermittelt hat (Hervorhebungen von mir):

„… Wobei ich beim Thema wäre: Ich habe vor kurzem gelernt dass Pfefferminztee die Galleabsonderung  der Leber, den Gallenfluss, um das 9-fache steigert und somit Völlegefühl und andere unangenehme Begleiterscheinungen nach fettem Essen verhindert. Die Galleflüssigkeit ist ja notwendig zur Fettverdauung. Aber keineswegs Teebeutel verwenden sondern tatsächlich getrocknete Pfefferminzblätter(Reformhaus) da das ätherische Öl Menthol sehr flüchtig ist und beim Zerbröseln der Blätter haste was kannste verduftet. Die marokkanische Minze => Krauseminze, hat diesen verdauungsfördernden Effekt nur in ganz geringer Form.

Also keinen Schnaps zur Verdauung, sondern eine Tasse Pfefferminztee. Da werden sicher einige Leute dumm gucken, wenn es nach dem Essen keinen Schnaps gibt, sondern Pfefferminztee….“

Auf den ersten Blick dachte ich:

“ Das ist aber toll. Ich trinke zwar bewusst keinen Alkohol mehr, wenn er aber im Ausnahmefall eines sehr fetten Essens eine wirklich gute Wirkung auf die Verdauung auslösen würde, tränke ich doch das eine Glas von dem schwedischen Aquavit, dem Fernet-Branca oder der Williamsbirne, die ich noch im Schrank herumstehen habe. Die Streitfrage der Gourmets, ob man den Verteiler eiskalt oder lauwarm servieren soll, ist wohl unerheblich. Aber wenn der Pfefferminztee eine so tolle Wirkung hat, nehme ich lieber den und freue mich, dass ich mit Alkohol nichts (mehr) am Hut habe.“

-de.wikipedia.org-

Ich habe dann aber doch wieder meinen kritischen Verstand eingeschaltet und bin der Sache tiefer auf den Grund gegangen.

Bei meiner Recherche stellte ich sofort fest, dass andere bei dem Thema schon sehr gründlich vorgearbeitet haben, beispielsweise die Gesundheitsplattform Doccheck auf http://news.doccheck.com/de/171/verdauung-ein-glaschen-in-ehren/.  Dort steht aber nicht die Alternative zum Trinken eines Verteilers im Vordergrund, sondern allein der fragliche Nutzen der  Alkoholaufnahme selbst. Es bleiben aber auch da, wie ich zeigen werde, reihenweise Fragen offen.

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Migräne, die kommt und geht

Erstellt von r.ehlers am 17. Dezember 2014

Von: …e [mailto:…w@web.de]
Gesendet: Dienstag, 16. Dezember 2014 16:10
An: Rolf Ehlers
Lieber Herr Ehlers,

vielen Dank für Ihr nette Antwort.

Ich überlege schon eine ganze Weile, ob ich Ihnen mal schreibe. In den letzten Monaten habe ich mir alle Ihre Artikel durchgelesen und fand sie spannend und nachvollziehbar.

Ursprünglich hatte ich nach Informationen über Serotonin gesucht, um eine Antwort darauf zu finden, warum ich mal ein paar Jahre von der Migräne verschont war. In diesen Jahren bin ich dreimal in der Woche gelaufen (immer nüchtern vor dem Frühstück), habe regelmäßig Yoga gemacht und hatte auch allgemein wenig Stress. Seit 2007 hab ich ein Kind und auch wieder Migräne mit zunehmender Tendenz.

Uns, wir sind eine Migränefamilie, helfen Triptane sehr gut. Irgendwann hab ich angefangen, mich intensiver mit der Wirkungsweise dieser Medikamente zu beschäftigen, da ich an mir unschöne Entwicklungen erlebte (immer häufigere und längere Anfälle, regelmäßig sog. Wiederkehrkopfschmerz). Habe versucht, zu begreifen, was ich in den schmerzfreien Jahren anders gemacht habe und ob hier vielleicht ein roter Faden existiert, an dem ich ziehen könnte.

Sie werden das Ergebnis meiner Überlegungen kennen bzw. ahnen. Ich meine, dass alles irgendwie mit dem Serotoninstoffwechsel zu tun hat. Laufen hat neben anderen, besonders für Migräniker positiven Effekten (Stressabbau und Normalisierung des Insulinstoffwechsels), Einfluss auf den Serotoninstoffwechsel. (Ich habe übrigens nur selten ein Runners High erlebt, aber trotzdem hats offensichtlich funktioniert.) Und die Triptane machen ja auch nichts anderes, als Serotonin zu simulieren. Allerdings eben nur an ganz bestimmten Rezeptoren. Nach allem, was ich über den Serotoninstoffwechsel bei Migräne gelernt habe, muss das Laufen aber neben der Bildung von Serotonin noch andere Effekte haben, die dann letztendlich in der Summe dazu führen, dass die Migräneanfälle weniger häufig kommen.

Ich kann mein Leben nicht mehr so gestalten wie in den schmerzfreien Jahren. Mein Kind, das ich über alles liebe und die Familie und der Beruf haben nunmal Stresspotential. Deshalb bin ich auf der Suche nach Kompromissen, die die Migräne auf ein gut erträgliches Maß reduzieren.

Auch wenn wir in Punkto Migräne keine durchschlagenden Erfolge mit Aminas erzielen sollten (ich habe es meiner gesamten Familie „verordnet“, wenigstens zum ausprobieren), werde(n) ich (wir) es auf jeden Fall weiter nehmen, denn ich beobachte an mir den Effekt mit der Haut (ganz deutliche Verbesserung der Rosazea), auch ich bin nicht mehr so müde, fühle mich ausgeschlafen und leistungsfähiger. Mein Kind hat eine sehr empfindliche Haut, vielleicht sogar eine schwache Neurodermitis. Ich überrede es zweimal die Woche zu einer kleinen Portion Aminas und bemerke, dass das häufige Kratzen aufhört. Meine Eltern schlafen ebenfalls etwas besser.

Es ist schön, dass Sie Ihren Erfahrungen mit diesem Kuike auf den Grund gegangen sind und es macht Spaß, Ihren Blog zu lesen.

Auch Ihnen und Ihrer Familie ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

Herzliche Grüße

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