Richtig Essen

GfE- Gesellschaft für richtiges Essen und Lebensgestaltung e.V.

Herzlich Willkommen!

Erstellt von r.ehlers am Montag 19. März 2012

Ich lade Sie ein, sich hier auf den Seiten der

GfE – Gesellschaft für richtiges Essen und Lebensgestaltung e.V. 

(VR 30712 AG Wuppertal)  absolut kostenfrei über das zu informieren, was wir in dieser gemeinnützigen Gesellschaft an wichtigem und interessantem Wissen herausgefunden haben im Themenbereich der

  •  gesunden Ernährung und  klugen Lebensführung.

Auslöser für unsere Aktivitäten war und ist meine Entdeckung des besonderen Wertes des Verzehrs „nativer Kost“ auf leeren Magen mit der Folge des körpereignen Aufbaus des Schlüsselhormons und zentralnervösen Botenstoffes Serotonin.

Wir haben aber zu unserer Überraschung  feststellen müssen, dass dies nicht der einzige fundamental neue Aspekt ist, der im Interesse der Gesundheit und des Wohlbefindens zwingend eine grundlegende Änderung in unserem Essverhalten erfordert. Leider sind die veröffentlichten Informationen über das „richtige Essen“ nicht durchweg zutreffend und glaubhaft. Wir haken daher gerade da ein, wo selbst die institutionalisierte öffentliche Ernährungsberatung „daneben“ liegt. 

Mit diesem Willkommensgruß verbinden wir Antworten auf die sich Ihnen sicher aufdrängenden ersten Fragen, u.a.:

  • Was treibt uns an? Wie gehen wir vor?
  • Wie kommen Sie schnell an die Sie interessierenden Inhalte?
  • Wie erreichen Sie uns ?

Sie erhalten sie, wenn Sie  den hier unten stehenden Button „Weiterlesen“ anklicken

Viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten!

Mit herzlichen Grüßen

Rolf Ehlers
Präsident/Vorsitzender
GfE – Gesellschaft für richtiges Essen und Lebensgestaltung e.V.

 

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Warum Eltern meist nicht zueinander passen …

Erstellt von r.ehlers am Donnerstag 20. September 2018

Der Wunsch, Kinder zu haben ergibt sich aber, wie Schopenhauer überzeugend dargelegt hat, zwingend aus unserem völlitg irrationalen und übermächtigen Willen zum Leben. Bewerkstelligt wird diese Unterwerfung unter das Ziel, eine Familie zu gründen und dazu beizutragen, die Spezies Mensch in eigenen Nachkommen überleben zu lassen, durch unsere Sexual- und Bindungshormone (z.B. Oxytocin). Sie verpflichten uns, von frühen Lebensjahren an bis zum Tode unablässig den Blick auf andere Menschen zu werfen, als kämen sie alle ernsthaft als Sexualpartner in Betracht.Kurz gesagt: Wir werden mit dem Auftrag geboren, uns fortzpflanzen. Unter diesem Regime präsentieren wir uns auch ohne wirkliches Interesse an sexueller Aktion als jederzeit potenzielle und potente Sexualpartner. Bestes Beispiel ist die unausrottbare Mode der Frauen, ihrem Gesicht täglich eine regelrecht Kampfbemalung zu geben, wie ich es im Beitrag http://www.essenspausen.com/schoenheit-ihr-gnadenloses-regime-ueber-die-menschen/ beschrieben habe. Hier ist auch die selbstverliebte Sucht der Männer zu sehen, die mit großem Aufwand ihren Körper stählen oder zumindest muskulös oder braungebrannt aussehen lassen wollen. Ein Modellpärchen, die all das perfekt präsentieren, sind Donald Trump und seine jetzige Frau: Er ein Macho, der die Nähe zu den Wrestling-Shows der Amerikaner sucht und so tut, als ob alle Frauen in seiner Nähe weich würden, sie ein offenbar unbedarftes aufgeplustertes langbeiniges Model.

  Artur Schopenhauer auf einer Daguerrotypie aus dem Jahre 1852 (Wikipedia)

Schopenhauer vermutet, dass es dem Diktat der Natur entspricht, dass sich sehr häufig sehr unterschiedliche Partner verehelichen. Kleine Menschen finden große Partner, Introvertierte fliegen auf Außengesteuerte, Menschenfreunde landen bei krassen Egoisten im Bett. Diese ungücklichen Mesalliancen sollen nach seiner Meinung eine bessere Gewähr für die positive Fortentwicklung des menschlichen Erbgutes geben. Wie dem auch sei – es unterliegt meist keiner rationalen Kontrolle, wer da mit wem eine Familie gründet. Für das private Glück der Partner ist es nicht gut, wenn sie in den wichtigsten Bezügen uneins sind. So finden Menschen zusammen, die abgesehen vom Sex in der Zeit des Kennenlernens ihren Partner in Wahrheit gering schätzen, wo sie ihn nicht sogar verachten und abstoßend finden. Der „Lackmus-Test“ für die typische Mesalliance ist folgender:

Es vermählen sich Menschen, die so schlecht zusammen passen, dass sie niemals als Freunde füreinander getaugt hätten.

Typischerweise werden die in eine Bezihung von einem Partner eingebrachten Freunde vom anderen Partner nicht geschätzt sondern verekelt. Schauen Sie sich einmal in Ihrer Familie und bei Freunden und Nachbarn um: Sie werden weithin bestätigt finden, dass die Lebenspartner sich so sehr auf den Geist gehen, dass sie in den wichtigsten Lebensfragen uneins sind. Dummerweise kommen sehr viele Betroffene aus dieser Lebensfalle niemals wieder heraus. Sie fühlen sich schuldig, wenn sie ihren Partner in Wahrheit gar nicht (mehr) mögen und offen oder mittels Intrigen gegen seine Interessen handeln. Aber die Wahrheit ist ein großes Tabu. Also bleiben sie Jahrzehnte lang zusammen und feiern noch die stete Wiederkehr ihrer Fehlentscheidung. Die tatsächliche Beziehung wird nach und nach geprägt von Abwendung, Gleichgültigkeit und Täuschung. Darunter leiden natürlich auch die Kinder der Beteiligten, die noch von Glück reden können, wenn die kranke Beziehung ihrer Eltern erst bricht, wenn sie weitgehend erwachsen sind.

Schopenhauer sieht zwei Wege, sich aus diesen Zwängen zu lösen. Der Königsweg ist der, die Lebensweisheit zu gewinnen, die einem bewusst macht, in welchen Zwängen wir nun einmal leben und sich ihnen zu verweigern. Das ist ihm persönlich offenbar gut gelungen. Er lebte bis zu seinem Tode  16 Jahre lang friedlich allein mit seinem Hund in seiner Wohnung am Mainufer in Frankfurt. Allgemein empfiehlt er jedem, sich immer wieder einmal durch die Begegnung mit der Kunst und der Philosophi von den Zwängen des Lebens zu befreien.

 

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Auch Politiker müssen in Haft, wenn sie Gerichtsurteile missachten

Erstellt von r.ehlers am Dienstag 28. August 2018

„Justiz in Bayern läuft Amok. Erzwingungshaft gegen Amtsträger wegen Abgasen“

so betitelt die (neue) Redaktion des Internetmediums NEOPresse am 27.8. 2018 über die von der Süddeutschen Zeitung berichtete angebliche Überlegung der „bayerischen Justiz“, den bayerischen Ministerpräsidenten Söder und den Umweltminister Huber in Erzwingungshaft zu nehmen, um gerichtliche Entscheidungen durchzusetzen, die die Landesregierung bewusst missachtet. Angeblich sollen die Gerichte erwägen, den Europäischen Gerichtshof um die Genehmigung zur Ausübung der Zwangshaft zu bitten.

Bild: Radiogong.de

NEOPresse wörtlich:

„Spitzenpolitiker auf dem Papier mit einem Bein im Knast

Das wiederum bedeutet, dass Spitzenpolitiker in Bayern mit einem Bein im Knast stehen, wie es etwas despektierlich bei Beobachtern heißt. Denn dem vorliegenden Schreiben nach könnten sogar Wahlbeamte wie Marcel Huber oder Markus Söder, in der amtierenden bayerischen Landesregierung Umweltminister und Ministerpräsident, betroffen sein könnten.

Die Behörden [in Wahrheit sind hier die Gerichte selbst gemeint, RE] möchten sich offenbar nicht mehr „vorführen“ lassen, so heißt es. In München würden die Grenzwerte für die Emission von Stickstoffoxid bereits seit vielen Jahren überschritten. Daher wollen die Behörden [hier sind tatsächlich die Landesbehörden gemeint, RE] für die Stadt dafür sorgen, dass die Luftreinhaltepläne verändert würden. Zudem planen die Behörden somit, die Dieselfahrverbote auch in und für München nun in Angriff zu nehmen und zumindest vorzubereiten, wie es heißt. Das Verwaltungsgericht München und der Verwaltungsgerichtshof in München jedenfalls hatten dies mit entsprechenden Urteilen bereits verlangt. Die Frist lief 2017 ab. Nichts ist geschehen.

Tatsächlich verhängte der Verwaltungsgerichtshof sogenannte Zwangsgelder in Höhe von 10.000 Euro. Wie es hieß, zahlte die Landesregierung (natürlich die Steuerzahler, hier wiederum an sich selbst, die Landeskasse), setzte von den verlangten Maßnahmen allerdings keine um. Nun schreibt der Verwaltungsgerichtshof, dass nur die Erzwingungshaft gegen Amtsträger vor diesem Hintergrund erfolgversprechend sein würde.

Der EuGH hatte bereits 2014 betont, dass die nationalen Gerichte „jede erforderliche Maßnahme“ anordnen müssten, um die Luftreinhaltepläne durchsetzen zu können. Die Staatsregierung in Bayern jedoch ist noch vollkommen gelassen. Verständlich – aber immerhin: Die Schadenfreude scheint groß zu sein.“

Was für ein Wahnwitz! Im Rechtsstaat hat die Exekutive die Entscheidungen der Gerichte ohne Wenn und Aber zu befolgen. An diesem Punkte hat unser Rechtsystem im Vergleich zu den  angelsächsischen Rechtssystemen eine bedauerliche Schwäche. Es gibt bei uns nämlich nicht den Straftatbestand des „Contempt of Court“. Ein Verfahrensbeteiligter oder auch ein Dritter, der sich einer gerichtlichen Entscheidung widersetzt, wird mit Zwangsmitteln zur Einhaltung gezwungen und muss sogar mit einer heftigen Kriminalstrafe rechnen.

Offenbar gibt es im nach Europäischem Recht eine Möglichkeit zur zwangsweisen Durchsetzung von EU-Recht auch gegen Amtsträger. Nicht das ist ein Skandal, sondern die Ignoranz der Redaktion der NEOPresse, die „Spitzenpolitiker“ juristisch für unantastbar hält.

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Die Kunst des Alterns

Erstellt von r.ehlers am Samstag 25. August 2018

Da kein Mensch unsterblich ist, hat jeder Mensch die sichere Perspektive der Beendigung seines Lebens durch den Tod – spätestens nach dem Durchleben seiner individuellen Altersperiode. Ob er überhaupt die Phase erreicht, ab der er nach allgemeiner Meinung als alt gilt, steht dagegen in den Sternen. Vor den Fortschritten der modernen Medizin war die Säuglingssterblichkeit die häufigste Todesursache. Kriege löschen immer wieder ganze Generationen junger Männer aus und tun dies in vielen Ländern noch heute. Seuchen wie Pest und Cholera waren weitere führende Ursachen, die die Menschen in großer Zahl vor Erreichen des Alters umbrachten.

Bild: Demografie-Portal.de

 

Heutzutage sind die Zivilisationskrankheiten, ernährungsbedingte chronische Krankheiten wie massives Übergewicht, Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen, Rheuma, schwere Allergien, Krebs, Alzheimer und Parkinson an die Stelle der schlimmen Seuchen getreten. Allerdings töten diese Krankheiten meist nur langsam, sodass immer mehr Menschen „ihre“ chronischen Krankheiten mit in ihr Alter hinein nehmen. Die Wissenschaft spricht dann im Gegensatz zur Lebenserwartung von einer verkürzten Gesundheitserwartung.

Die oberste Kunst des Alterns, die wir unseres privaten Glückes wegen erlernen müssen, ist es, uns von all diesen terminierenden Faktoren für ein langes gesundes Leben fern zu halten. Wir müssen insbesondere lernen, was unser Körper braucht, um uns richtig zu versorgen und körperlich, geistig und seelisch in Schuss zu bleiben. Mit der Fokussierung auf das private Glück ist nichts darüber gesagt, dass dies nicht auch das Streben nach dem Glück der anderen einschließt. Natürlich kann man niemand „in den Kopf gucken“, aber glaubt wirklich wer, dass der Besitz bedeutender Reichtümer angesichts des schreienden Elends der Mitmenschen eine sichere Grundlage für das höchst persönliche Glücksempfinden sein kann? Superreiche wie Bill Gates und Warren Buffet trennen sich schon zu Lebzeiten von großen Teilen ihres Vermögens. Menschen sind wie alle Primaten evolutionäre Hordentiere und damit naturgegebene soziale Wesen, deren individuelles Glückserleben ihre soziale Einbindung in eine überschaubare menschliche Gemeinschaft erfordert. Wir müssen zwar nicht alle die ganze Welt retten, ohne eine Einbindung  an zumindest einen kleinen Kreis von Mitmenschen geht es uns nicht gut. Hier spielen indes biologische Gegebenheiten hinein, die allein mit persönlicher Nähe nicht zu begreifen sind. Solange die subjektive Zufriedenheit anhält, denken wir kaum daran, dass diese entscheidend von der reibungslosen Funktion unserer zentralnervösen Steuermechanismen abhängt, allen voran der Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Oxitocin. Wenn sich dagegen die Welt grau verfärbt und die Depression aufzieht, ist es höchste Zeit, sich dieser Abhängigkeit bewusst zu werden und insbesondere die Weichen für die Ausschüttung des Wohlfühlhormons Serotonin zu stellen.

 

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Die vielen Stunden der Verstoffwechslung und das Kurzzeitfasten

Erstellt von r.ehlers am Freitag 17. August 2018

Als sich der Fokus meines Interesses noch überwiegend darum drehte, dass und unter welchen Umständen der Verzehr nativer Nahrung auf leeren Magen im Dünndarm den Nervenreiz auslöst, der die Produktion und die Ausschüttung des Esskontrollhormons Serotonin auslöst, maß ich dem Zeitfaktor bei der Verstoffwechslung von Nahrung im Dünndarm keine besondere Bedeutung bei. Immerhin konnte man nicht daran zweifeln, dass die Verstoffwechslung erheblich schneller und intensiver ablaufen musste als nach dem Verzehr auf den regulär gefüllten Magen. Schließlich hielt der Magen normalerweise alle verzehrte Nahrung fest und gab sie erst nach langwieriger Bearbeitung in kleinen Portionen an den Dünndarm ab!

Heute, wo viele Forscher endlich den Wert der Einhaltung von Essenspausen einsehen, spielt die genaue Dauer der Verstoffwechslung aber doch eine bedeutende Rolle – zumindest im Rahmen des immer weiter wachsenden  Interesses am Kurzzeitfasten, intermittierenden und alternierenden Fasten. Ein wesentlicher Grund für die gesundheitlichen Vorteile wird ja darin gesehen, dass Pausen in der Verdauung dazu führen sollen, dass die Körperzellen nicht pausenlos mit neuen Nahrungsinhalten überschwemmt werden, sondern wieder Zeit für andere wichtige Funktionen haben – die Reparatur des Erbgutes in den Körperzellen und die Beseitigung von Prozessabfällen aus der Zellflüssigkeit (Zytosol) mit Hilfe der Lysosome, der „Müllabfuhr“ der Zellen.

Organisation einer typischen eukaryotischen Tierzelle (Wikipedia):
1. Nucleolus (Kernkörperchen)
2. Zellkern (Nukleus)
3. Ribosomen
4. Vesikel
5. Raues (Granuläres) ER (Ergastoplasma)
6. Golgi-Apparat
7. Mikrotubuli
8. Glattes (Agranuläres) ER
9. Mitochondrien
10. Lysosom
11. Cytoplasma
12. Peroxisomen
13. Zentriolen

Leider fehlt es an differenzierten Untersuchungen, wie lange es braucht, bis die in der Verdauungsschleimhaut des Dünndarms auf die nötige Molekülgröße gebracht hat, damit sie in die dortigen Blut- und Lymphgefäße aufgenommen und durch die Blutbahn an all die nach heutiger aktueller Schätzung 60 Billionen Zellen des Körpers geschickt werden (die Lymphe mit einem vorgeschalteten Sonderweg). In der Literatur krsieren zwei Angaben darüber, wie lange die Verstoffwechslung im Dünndarm dauert: entweder 2 bis 8 oder 2 bis 10 Stunden. Sind die Nahrungsinhalte erst einmal in der Blutbahn, geht es dann aber umso schneller: alle 2 Minutel werden sie mit der Kraft des Herzschlags einmal durch die insgesamt einschließlich aller Kapillaren 10.000 km langen Arterien gejagt.

Die Verweilzeiten der Nahrung im Magen sind viel besser erforscht. Sie machen bei Wasser und Kaffee, Tee oder ähnlichem, aber auch bei einer kleinen Menge gut verflüssigten fein gemahlener Nahrung (native Kost) eine halbe Stunde aus. Bei alleiniger leichter fett- und eiweißarmer Kost sind es immerhin 1 1/2 Stunden, im Durchschnitt bei Mischkost 4  bis 5 Stunden und bei viel Eiweißanteil bis zu 8 Stunden, bei viel Fett wie insbesondere Ölsardinen 12 Stunden. Jetzt kommen für die Verstoffwechslung noch einmal 2 bis 10 Stunden Zeit dazu, bis die Körperzellen wirklich vom Stress der Dauerbelastung befreit werden können. Rechnet man beide Zeitverbräuche zusammen, liegt die Gesamtzeit für Mischkost zwischen 4  und 22 Stunden! Wirkliche Ruhe vor der laufenden Arbeit der Umsetzung der Nahrungsinhalte haben die Körperzellen in der Regel also erst, wenn nach einer Mahlzeit maximal 22 Stunden lang nichts gegessen wird. Im Regelfall, wenn nicht übertrieben viel und nicht übertrieben fett gegessen wird, kommt man auf eine geschätzte Gesamtzeit von nur 12 Stunden, was also im Interesse der Zellen ausreicht und sogar Zeit lässt für die Erledigung des Aufräumarbeiten und Reparaturen innerhalb der Zellen.

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Im Dunkel des Magens: Magenrinne, Magenstraße und Pyloruskanal

Erstellt von r.ehlers am Mittwoch 15. August 2018

Durchsuchen Sie einmal das Internet nach der Anatomie des Magens – überall wird die Komplexität des menschlichen Magens hervorgehoben. Die anatomischen Haupttteile des Magens wie Mageneingang (Cardia), Magenkuppel (Fundus), Magenkorpus, Magenboden, Antrum (Pförtnervorraum) und Pförtner werden genannt, ebenso, dass der gesamte Magen von einer starken Muskulatur umhüllt ist. Auch fehlt nicht der Hinweis, dass der Magen links abseitig gewölbt ist und daher zur Körpermitte, nach links  hin,gekrümmt ist. Dass die durch diese Krümmung entstandene innere und äußere Kurvatur des Magens mit der Magenrinne, der Magenstraße und dem Pyloruskanal drei hochinteressante anatomische Besonderheiten aufweist, die physiologisch gesehen zwei getrennte Verdauungswege durch den Magen möglich machen, nehmen die Experten nicht zur Kenntnis.

Hier aber eine anschauliche Darstellung aus Wikipedia:

Makroskopischer Aufbau des Magens. (1) Korpus, (2) Fundus, (3) vordere Magenwand, (4) große Kurvatur, (5) kleine Kurvatur, (6) Kardia, (9) Sphincter pylori, (10) Antrum, (11) Canalis pyloricus, (12) Incisura angularis, (13) Magenrinne, (14) Schleimhautfalten (durch Fensterung)

 

In meinem Buch über das „Wohlfühlhiormon Serotonin“, Via Nova 2011/2014, S. 86 ff., habe ich auf diese Möglichkeiten aufmerksam gemacht. Da es in diesem Buch aber um endokrinologische Zusammenhänge ging, erreichte meine Information die Experten aus der Gastroenterologie nicht. Ich hatte allerdings schon im Jahre 2000 festgestellt, dass der Magen mit einer auf leeren Magen aufgenommenen kleinen Menge in Flüssigkeit verlöster fein vermahlenen Nahrung ganz anders umgeht als mit aller anderen Nahrung.Unübersehbar kam es dabei zu einer Übegehung des normalen Magenprogramms und einer alsbaldigen intensiven Beschääftigung des Dünndarms, die zentralnervös für die Herstelluung und/oder die Ausschüttung des Esskontrollhormons Serotonin sorgt.

Wenn man über eine Magensonde den Weg einer kleinen Menge flüssiger der Nahrung vom Mageneingang bis zum -ausgang verfolgt, sieht man, dass ein beträchtlicher Teil nach dem Eindringen in den Magen von der in der kleinen Kurvatur des Magens gelegenen Magenrinne aufgenommen wird, die in der obigen Abbildung deutlich hervorgehoben ist. Am unteren Ende der Magenrinne tropft die Nahrungsflüssigkeit im Bereich des sich öffnenden Antrums auf den Magenboden, der in Richtung des Antrums von den tiefen Rillen der der Magenstraße durchzogen ist. Was nicht in die Magenrinne gelangt, fällt in den Korpus des Magens. Dieser ähnelt indessen im leeren Zustand einem leeren Rucksack, der ja auch einen relativ festen inneren Rücken (inner Kurvatur) hat und dessen äußere Hülle von tiefen Falten (äußere Kurvatur) durchzogen ist. Erst nach einer gewissen Füllung dieses Sacks streckt sich die äußere Wand des Magens, wodurch u.a. die Drüsenzellen freigelgt werden, die die Salzsäure des Magens exprimieren. Ohne eine solche Magenfüllung bleibt das pH-Milieu des Magens eher basisch – schon wegen der 1 1/2 l Speichel, die täglich im Mund- und Rachenraum erzeugt werden. Vor der allmählichen Straffung des Magensacks läuft auf den leeren Magen aufgenommene verflüssigte Nahrung entlang der Magenfalten bis hinunter zum Magenboden. Dort treffen sie auf die Magenstraße, die eine Fortsetzung der Riefen des Magensacks darstellt. Im Bereich des Antrums geht der Hauptstrang der Magenstraße in den Pyloruskanal über, der sie an seinem Ende den beim Verzehr auf leeren Magen durch den völlig entspannten Magenpförtner in den Zwölffingerdarm hineinlaufen lässt.

Worin liegt aber die Bedeutung der schnellen Verdauung auf leeren Magen?

Diese extrem verkürzte Magenverdauung beim Verzehr von Nahrung auf leeren Magen macht die Versorgung des Menschen ein gutes Stück weniger abhängig von der spezifischen Füllung des Magens und der davon abhängigen durchschnittlich 4 Stunden und maximal 12 Stunden dauernden Verweildauer der Speisen im Magen. Ich schlage vor, dass wir diesen Sonderweg der verkürzten Magenverdauung nicht allein im Interesse der Hebung des Serotoninspiegels regeläßig nutzen.

Zu einem kleinen Teil nutzt der Körper diesen Weg ganz automatisch. Forscher haben beobachtet, dass auch beim gefüllten Magen die Situation entstehen kann, dass sich fein verflüssigte Nahrung am großen Rest des Magenbreis (Chymus) vorbeischlängeln und den Magenpförtner durchlaufen können. Dies wird allerdings nur im Zusamenhang mit der rhythmischen Ausstoßung des im übrigen komplett im Magen verarbeiteten Chymus geschehen.

Die gezielte schnelle Verdauung auf leeren Magen tritt nur ein, wenn ihre Voraussetzungen bedacht werden. Wie gesagt, eignet sie sich nur für den Transport einer kleinen Menge gut in Flüssigkeit verlöster fein gemahlener Nahrung. Wird diese Menge von 0,1 – 0,2 l überschritten, macht der Magenpförtner „dicht.“ Im Buch über das Serotonin habe ich den Witz weiter getragen, den mir mein Autorenkollege Jörg Müllenmeister dazu erzählte. Dabei ging es um die Frage seiner Kadetten an Oberst Zitztwitz, wie viele Brötchen er wohl auf leeren Magen verputzen könne. Er dachte so an 3 – 4, wurde aber kottigiert, dass der Magen schon nach einem Brötchen nicht mehr leer ist. Der schnelle Transport von Nahrung beim Essen auf leeren Magen tritt bei der Aufnahme einer nicht winzig kleinen Mahlzeit eben nur für die Nahrungsmenge ein, die nicht zum Dichtschluss des Magenpförtners führt. Dieses Wissen lädt gerade dazu ein, jedes Essen auf leeren Magen mit besonders wertvoller Nahrung zu beginnen – insbesondere mit ein wenig Rohkost zu beginnen.

Unsere offizielle Ernährungsberatung redet als Spätfolge des Streits der Koryphäen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) mit den Vertretern der Rohkostlehre wie auch der Gießener Schule(Prof. Leitzmann) ungern von Rohkost. In gesondertem Beitrag werde ich noch einmal zusammenfassen, dass die regelmäßige Aufnahme eines Teils an Rohkost einfach lebensniotwendig ist – und zwar wegen der empfindlichen Nahrungenzyme und der noch kritischeren Schwefelverbindungen.

 

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Wenn die Gewichts-Zunahme nicht gelingen will …

Erstellt von r.ehlers am Mittwoch 1. August 2018

Von: ……@…de]
Gesendet: Dienstag, 31. Juli 2018 14:08
An: rolfehlers.richtigessen@gmail.com
Betreff: Ernährungshilfe für meine Tochter – dringende Bitte

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine  Tochter … wurde aus der Klinik entlassen und muss und möchte an Gewicht zulegen.

Wir bitten um Ihre Hilfe, da wir als Eltern mit unserem Latein am Ende sind, wie dies professionell umzusetzen ist.

Wir haben eine Essplan aufgestellt, jedoch führt er nicht zum Erfolg. … hält zwar ihr geringes Gewicht, legt aber nicht zu, dass wir uns ALLE wünsche.

  1. Ich bitte um ihre fachmännische Unterstützung. Gibt es im Raum …von Ihrer Seite aus Ökonomtrophologen?
  2. Wie würden Sie vorgehen?

Mit freundlichen Grüßen

Meine Antwort:

Sehr geehrte Eheleute …,

ich habe selbst nie über die eigentlich allgemein bekannte Wege zum Zunehmen hinaus geschrieben. Ich habe auch bei anderen Autoren nur feststellen können, dass sie darin kein Problem sehen – von den bekannten Essstörungen wie der Bulimie einmal abgesehen, um die es hier wohl nicht geht.

Wenn es nur allgemein wichtig ist, körperlich mehr Substanz zu gewinnen, ist es bestimmt richtig zu essen, was einem von den Speisen, die in der Bilanz alle wichtigen Inhaltsstoffe enthalten, am besten schmeckt. Man sollte sich feste Essenszeiten einrichten, zu denen man dann einen natürliches Hungergefühl aufbaut. Das heißt, man sollte auf keinen Fall ständig essen und auch nicht zu mehr Gelegenheiten als den üblichen drei Hauptmahlzeiten.

Die Portionen dürfen gut sein, aber nicht übertrieben reichhaltig. Als Nahrung eignet sich normale Mischkost mit etwas Obst, mehr Gemüse, beides zum kleinen Teil auch roh, evtl. auch über ein Smoothie zu Beginn einer Mahlzeit.  Keine Angst vor Fett, es ist ein wichtiger Geschmacksträger. Das Essen darf nicht fade schmecken! Gewürze und Salz nur gezielt einsetzen, damit der natürliche Geschmack der Nahrung (wieder) den eigentlichen Anreiz zum Essen gibt.

Da der Verbrauch der Nahrungsinhalte neben seiner Aufnahme das zweite große Kriterium ist ,ist dieser im Blick zu behalten. Viel  Bewegung ist allgemein  gut für die Gesundheit, es wirkt auch einem übertriebenen Fettaufbau entgegen. Abe der Aufbau der Muskeln, der ein gezieltes regelmäßiges Training  (2 – 3 x die Woche etwa 1 Std.) braucht, ist zum Körperaufbau noch wichtiger. Muskeln wiegen mehr als Fett, ihre Arbeit hält alle Teile des Körpers gut in Schuss. Die körperliche Aktivität fördert insbesondere das Entstehen des entscheidenden natürlichen Hungergefühls.

Je nachdem was tagsüber zu erledigen ist, sollten die ersten beiden Mahlzeiten des Tages leicht sein, damit man nicht auf vollen Magen arbeitet oder sich intensiv bewegt. Die beste Zeit für das Körpertraining ist der frühe Morgen. Schwere Mahlzeiten mit viel Eiweiß (Eier, Fleisch, Fisch) passen am bestens Ins Abendessen. Wenn Ihre Tochter gegen 23.00 Uhr zu Bett geht, sollte sie danach keine substanziellen Mengen an Nahrung aufnehmen.

Da Sie mich anschreiben, gehe ich davon aus, dass Sie meine Erkenntnisse über den Aufbau des Wohlfühlhormons Serotonin durch den gezielten Verzehr einer kleinen Menge nativer Kost auf leeren Magen kennen. Gerade weil ich es selbst erlebt habe und in Tausenden von Fällen bestätigt erhielt, dass das Lebensgefühl hierdurch signifikant verbessert wurde, rechne ich damit, dass dort wo diese Methode anschlägt, viele weitere serotonerge Verbesserungen eintreten, die neben einer durchgehenden Wachheit tagsüber und gutem nächtlichen Schlaf auch positiven Einfluss auf das System von Hunger, Appetit und Sättigung ausüben. Es ist kein Aufwand festzustellen, ob im konkreten Fall auf diesem Wege die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und die Normalisierung des Hungergefühls tatsächlich eintritt. Schließlich genügt 1 El.. Mehl von Buchweizen, Hafer, Amaranth, Quinoa oder Kürbiskernen, den man zusammen mit 1 – 2  Glas Wasser auf leeren Magen aufnimmt. Wer übrigens frei von allen Ernährungsproblemen ist und sich ausreichend bewegt, spricht sinnigerweise weniger  deutlich auf die genannten Wirkungen an. Offenbar ist es so, dass nur Störungen des komplizierten seerotonergen Systems behoben werden. Befinden sich die mentalen Steuersysteme dagegen im Lot, bedarf es der nativen Kost nicht. Da Ihre Tochter aber auf die bisherige sicher gut durchdachte Diät nicht angesprochen hat, rechne ich mit einer vorliegenden Grundstörung, auf die der Versuch mit der nativen Kost ansprechen sollte.

 

Ich wünsche viel Erfolg!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Rolf Ehlers

 

 

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Prof. Dr.Bobert: Wege zum Lebensglück

Erstellt von r.ehlers am Freitag 27. Juli 2018

Schauen Sie doch einmal herein in den großartigen YouTube-Vortrag von Frau Professor Dr. Sabine Bobert über die Wege zum Lebensglück :

Bitte lesen Sie auch meinen Kommentar auf YouTube und die direkte Antwort von Frau Bobert sowie meine Vertiefung dazu:

Kommentar Rolf Ehlers

Eine tolle Frau! Der Vortrag beschränkt sich treffsicher auf die nachvollziehbaren Wege zum Glück und lässt alle Esoterik beiseite. Gerade diese Beschränkung passt ins mönchische Konzept, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und den Unrat bewusst weg zu tun. Ich kann übrigens aus langjähriger Erfahrung mit Barfußschuhen bestätigen, dass solches Barfußgehen das ganze Leben verbessert. Ergänzen würde ich die Empfehlung, durch regelmäßiges Schwingen auf dem Minitrampolin den ganzen Organismus bis in die letzte Zelle zu massieren. Richtig ist auch, dass seltener zu essen Zeiten der Verdauungsruhe schafft, die nicht nur körperlich sondern auch emotional und geistig befreit. Schließlich möchte ich auf die wunderbare innere Lösung durch die Meditation auf der Akupunkturmatte aufmerksam machen, die fast wie von selbst auf den Weg zu sich selbst führt.

 

Rückantwort Rolf Ehlers:

Hallo und Dank für die freundliche Antwort! Ich habe tatsächlich einige Jahre an Erfahrung mit nachvollziehbaren Wegen zur praktischen Lebensphilosophie, s. www.essnspausen.com mit Beiträgen unter den Stichworten und mein Buch über das „Wohlfühlhormon Serotonin. Botenstoff des Glücks. Der körperliche Aufbau durch native Ernährung, Via Nova 2011/14. Das Schwingen auf dem Minitrampolin lockert fühlbar Muskeln, Faszien und Gelenke. Was man nicht direkt fühlen kann ist, dass jede unserer 60 Billionen Körperzellen, in denen die bis zu Tausenden Organellen schwimmen, sanft geschaukelt werden. Der Sportmediziner Prof. Dr. Froböse meint sogar, dass 100 Schwingungen auf der Matte mehr bewirken als eine ganze Stunde Wassergymnastik! Mich erinnert diese rhythmische Bewegung auch an die oft bei tibetanischen Mönchen zu sehende Schaukelbewegung in der Meditation (auch an die zwanghaften Bewegungen psychisch Gestörter, was aber auch andere Aspekte hat).. Derzeit arbeite ich am Thema eines „verpflichtenden Essens auf leeren Magen.“ Diese eine Essensregel führt zurück zum Umgang mit der Nahrung unserer evolutionären Vorläufer und beendet zugleich die schweren Fehler beim Essen in der heutigen Überflussgesellschaft. Ob man sich dann wirklich noch zum Fasten (Heilfasten, Kurzzeitfasten, 1:1 oder 16:8 zwingen muss, ist fraglich (die Masse wird man nicht zur Selbstkasteiung gewinnen können).

Und noch einmal Frau Prof. Bobert:

Ich freue mich sehr über Weggenossen 🙂 Ja, das irre war für mich auch, dass ich anfangs dachte: Was soll diese Askese bei den Mönchen, die ist doch überholt! Selbst als Theologin fand ich keinen Zugang dazu. – Und wenn man persönlich kulturelle (Un-)-Gewohnheiten zu hinterfragen beginnt und schlichtweg danach fragt, was einen als Mensch gesund, selbstbewusst und glücklich macht, gelangt man zum Fazit, dass viele kulturelle Regeln schlichtweg Dummheit kanonisieren. Und dass die Mönche in ihrem Minimalismus und der gedanklichen Konzentration bereits die Grundregeln zum glücklichen und freien Leben praktizierten. – Ihr Buch werde ich mir kaufen 🙂

 

 

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Betreff: Aminas Rohkost + Essenspausen

Erstellt von r.ehlers am Sonntag 20. Mai 2018

Bild: paleo360.de

Betreff: AMINAS Rohkost

Sehr geehrter Herr Ehlers

Ich habe eine Frage, vielleicht mögen Sie diese beantworten.

Genügt es nicht über Nacht die beiden Getreide und Sonnenblumenkerne einzuweichen um sie von Saponinen und Phytinsäure zu befreien, gut durchzuspülen und am Morgen dann im Vitamix  zu einem sämigen Smoothie zu vermixen und nüchtern zu trinken?

Zurzeit mache ich das so und habe das Gefühl, dass das gut nutzt.

Ich bin sehr gespannt auf Ihre sehr geschätzte Antwort.

mIt herzlichem Gruss aus Zürich

N.N.

 

Meine Antwort:

Sehr geehrte Frau N.N.,

gern beantworte ich Ihre Fragen, soweit ich dazu in der Lage bin. Diese Einschränkung ist nötig, weil ich Lauf der Jahre festgestellt habe, dass die biochemischen, nervösen und humoralen Wirkzusammenhänge, die bei der Herstellung eines intensiven Verstoffwechslungsreizes durch den Verzehr nativer Kost auf leeren Magen entstehen, sehr viel komplexer sind als ich als der Entdecker dieses Weges und mein Sohn Dominik als Hersteller der Aminas® Vitalkost je gedacht haben. Die Nachahmer von Take Me bis zu meiner ungetreuen Ehefrau (Ehlers Naturkost)  und Inka Kost begnügen sich mit meinen frühen Erkenntnissen aus den Jahren nach 2000  und halten sich von jeder kritischen Betrachtung fern (weil es ihnen m.E. nur auf das Geld ankommt).

Zuverlässig wirkt die nüchtern genossene native Kost nur dort, wo initial Störungen der genannten Wirkzusammenhänge vorliegen, was sich gut ablesen lässt an schlechter Stimmung, Müdigkeit tagsüber und Störungen des erquickenden Schlafs. Wer (anders als ich damals) solche Störungen nicht mitbringt, kann auch keine besonderen, d.h. ganz gewiss serotonergen Wirkungen nicht verzeichnen.

Aber auch wer (wie auch ich heute) jeden Tag „gut drauf“ ist und schlafen kann wie ein Murmeltier hat gewisse Vorteile durch den nüchternen Verzehr nativer Kost, also fein gemahlener faserreicher roher Pflanzenkost. Das aber sind relativ schlichte nutritive Vorteile. Diese leuchten jedem kritischen Betrachter leicht ein, weil die wertvollen Inhaltsstoffe dieser kleinen Mahlzeit perfekt aufgeschlossen werden und wesentlich schneller als sonst möglich die Blutbahn erreichen und auf alle Körperzellen und Organe des Körpers verteilt werden. Wie groß dieser Vorteil ist, ist aber von niemandem jemals geprüft worden. Ich habe die technischen Möglichkeiten nicht – und Wissenschaft und Industrie sehen nicht die großen Gewinne, ohne die sie sich mit neuen Wegen nicht befassen werden.

Ob sie nun Amaranth und Quinoa über Nacht einweichen oder nicht, ist nach meiner Einschätzung ohne Bedeutung. Soweit diese Scheingetreide Saponine und Phytiinsäure (Quinoa auch Oxalsäure) enthalten, dürften sich diese über Nacht ein wenig substanziell abarbeiten. Da es bei der kleinen Menge von einem Esslöffel nativer Kost , die nach meiner Erwartung der schnellen Verstoffwechslung nur verzehrt werden soll, nur um verschwindende Mengen an diesen pflanzlichen Abwehrsäuren handelt, gehe ich mehr davon aus, dass sie für den Körper von Vorteil sein sollten. Sicher haben Sie vom sog. Hormesis-Effekt gehört, dass kleine Mengen körperfeindlicher Stoffe den Körper fit machen sollen für wirkliche Angriffe. Mehrere Studien legen diese Annahme nahe, z.B. bei den freien Radikale, die angeblich wegen dieses Effekts in geringer Menge sogar unverzichtbar sein sollen.Ich will nicht von Homöopathie reden, weil diese bei hohen Potenzen tatsächlich alle Moleküle von Schadstoffen herausschüttelt und dann erklärt, dass über das im Prozess verwendete Wasser die Information des Giftes gespeichert und an die Zuckerkügelchen weitergegeben würde. Das ist mir zu abenteuerlich.

Ein Muss ist es aber sicher nicht, die kleinen Mengen der pflanzlichen Säuren zu erhalten. Wenn Sie nicht zum Kreise derer gehören, die körperlich und psychisch einen deutlich spürbaren Kick durch die native Kost erleben, kommt es eben „nur“ auf die klaren nutritiven Effekte dieser Essweise an. Dann ist es auch nicht so wichtig, dass die kleine Menge von rd. 9 Gramm nativer Kost nicht überschritten wird.

Bild: diaetplan.kostenlos.de

So wie Sie Ihr Smoothie zubereiten, ist das sicher eine sehr gute Sache. Wenn Sie allerdings bei einer kleinen Menge bleiben, also im Rahmen einer kleinen Zwischenmahlzeit nach Prof. Olaf Adam aus München, haben Sie den Vorteil, dass sie nicht aus dem Fettstoffwechsel herausfallen, der sich nach der Leerung des Magens automatisch im Körper eingerichtet hat. Sie können dann auch das Frühstück entfallen lassen und erst dann ihr bescheidenes Smoothie erst zu sich nehmen, sobald Sie den Anflug eines Hungergefühls erleben. Dadurch erleben Sie eine immer weiter verlängerte Phase des Fettstoffwechsels. Nach den inzwischen modern gewordenen Wegen des intermittierenden Fastens, z.B. 16:8, zählen Sie dann die native Kost nicht als Mahlzeit und kommen einschließlich der Stunden der Nacht ganz leicht auf die 16 Stunden der Enthaltung vom Essen. Ich arbeite übrigens an einem Konzept, das  solch eine Einteilung der Essenszeiten vorsieht. Meist gehe ich noch weiter und esse nur einmal am Tag „richtig“, das am frühen Abend. Vorher gönne ich mir nur früher oder später am Vormittag ein kleines Smoothie, das Ihrem sehr ähnlich ist.

Mit herzlichen Grüßen vom Niederrhein

Rolf Ehlers

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„Toy“ von Netta gewinnt den ESC mit einem Trick

Erstellt von r.ehlers am Sonntag 13. Mai 2018

Netta auf der Bühne in Lissabon. © eurovision.tv Fotograf: Andres Putting

Heute, zufällig am Muttertag, mal etwas ganz anderes als was Sie hier im Blog über das richtige Essen und gute Lebensgestaltung erwarten können: Ein Wort über den Ausgang des diesjährigen Eurovision Song Contests in Lissabon.

Das internationale Publikum hat sich ganz zu Recht nicht allein vom mitreißenden Klang und den schrillen Bildern des A-Pop hinreißen lassen, sondern ist auf das durch die Me-Too-Bewegung gerade wieder angeheizte Thema der Selbstermächtigung der Frauen eingestiegen. Der Textschreiber Doron Medalie hat sich allerdings eines etwas zweifelhaften Tricks bedient, indem er den Liedtext raffiniert so aufgebaut hat, dass am Ende ein verdecktes unsägliches Schimpfwort im Sinn des Hörers verbleibt, das Netta den dummen sexistischen Männern entgegenschleudert.

Auf der Veranstalterseite des ESC habe ich zum Bericht über die Entstehung des Songs folgenden Kommentar veröffentlicht:

http://esctoday.com/161305/israel-the-man-behind-nettas-toy-doron-medalie/

„When you hear „Toy“ first, you are surprised by the strange but obviously meaningful word „bucka“, especially in the combination „motha bucka“ which has no meaning in the main languages.This word gets stuck automatically in your mind, meaning the most ugly swear word thinkable and therefore cannot be overheard by anybody. If I would write that word in full letters, my comment would be held back. Just to state the obvious: This is the „no-go-word“ for a vile male person that is having intercourse with his own mother. This trick to implant such a word (only once) into the lyrics is the hidden riddle of the success of the song. I would tend to give credit to the shrewd song writer, if I were not strongly opposed against the freely use of swear words in the public and in general.“

Frei in Deutsch: Wenn Sie „Toy“ zum ersten Male hören, sind Sie überrascht durch das fremde aber offenbar bedeutende Wort „bucka“ (gesprochen: backa), besonders in der Kombination „motha bucka“ (motha gesprochen wie das englische „mother“, wobei der mittlere Vokal „o“ wie bei bucka  das mittlere „u“ als „a“ ausgesprochen wird, also lautmalerisch „masa backa“. Dieses Wort bleibt automatisch im Ohr hängen, weil es klingt wie das hässlichste denkbare Schimpfwort. Um das Offenbare zu bestätigen: Dies ist das Unwort für eine männliche Person, die geschlechtlichen Umgang mit ihrer eigenen Mutter hat. Der Trick ist es, solche ein böses Wort wie ein verstecktes Rätsel im Liedtext zu verbergen. Ich würde dazu tendieren den gerissenen Liedschreiber zu beglückwünschen, wenn ich nicht strikt gegen den losen Gebrauch von Schimpfwörtern in der Öffentlichkeit und ganz generell wäre.

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Ganser: Glauben Sie nicht alles was Sie denken und fühlen!

Erstellt von r.ehlers am Freitag 13. April 2018

= www.youtube.com/watch?v=4bF-3rulJz0&t=2020s

Sehen und hören Sie doch einmal, was der glänzende junge schweizerische Historiker Prof. Dr. Daniele Ganser über die Frage sagt, ob wir Bürger den Medien vertrauen können!  Ich muss einfach noch einmal auf ihn zu sprechen kommen, weil er einfach auf der Höhe der Zeit ist und kritisch und mutig sagt, „was Sache ist“.

In dem kurzen Vortrag geht es weniger darum, welche von den Geschichten, die uns täglich von den Medien angeboten sind, wahr sind und welche nicht. Es geht darum, dass wir uns deren Darstellungen unbedingt kritisch anschauen und noch einmal überdenken müssen, bevor wir sie  für uns selbst als gegebene Tatsachen abspeichern.

In meinem Beitrag vom 17.12.2012  www.essenspausen.com/?s=Glauben+Sie+niemand habe ich Gleiches auch geschrieben. Ganser erklärt jetzt sehr zu Recht, dass wir unsere kritische Einstellung gegenüber allem, was uns als Tatsache oder Urteil so angeboten wird, noch wesentlich erweitern müssen, wenn wir nicht das Opfer von Manipulationen werden wollen:

Was wir essen, so Ganser, können wir uns erst in Ruhe ansehen, bevor wir es      inkorporieren. Bilder und Gedanken dringen aber über unsere Sinne, unseren Verstand und unser Gemüt einfach ungefragt in uns hinein und üben dort auch ohne unser bewusstes Dazutun starke Wirkungen aus!

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