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NEUE GRUNGLEGENDE ERKENNTNISSE: Auftreten, Ausbleiben und Wiederkehr der Serotoninwirkungen

Erstellt von r.ehlers am Sonntag 30. Juli 2017

Was es für den Eintritt der tollen Wirkungen braucht?

Bildergebnis

Nur 1 Glas Wasser + 1 Löffel gewöhnliches Pflanzenmehl!

Die grundlegenden Erkenntnisse betreffend die Wirkungen des Verzehrs nativer Kost, über die ich hier berichte, sind tatsächlich neu, insbesondere in ihrer Konsequenz. Sie kommen aber keineswegs überraschend, zeigten sie sich in Ansätzen doch schon bald nach der ersten Verbreitung der von mir entwickelten Aminas Vitalkost, die bis vor zwei Jahren in der Firma meines jüngsten Sohnes, Dominik Ehlers, hergestellt und von ihm vertrieben wurde.

Mein Sohn Andreas Ehlers, der Sinologe, mein damaliger Mandant Armin Bonack und ich, die wir im Jahre 2000 auf Reisen in China waren, hatten offenbar als erste überhaupt durch den Verzehr einer kleinen Menge pflanzlicher Kautabletten (KUIKE, im Esentlichen aus aus Reis und Soja) beim Verzehr auf leeren Magen absolut frappierende Wirkungen in Bezug auf Wohlbefinden, Wachheit und Schlaf erlebt. Ich hängte die Juristerei an den Nagel und fand nach eingehenden Studien in der Gastroenterologie, der Zellforschung und der Endokrinologie, dass all die festgestellten Wirkungen darauf zurückzuführen waren, dass der Verzehr einer kleinen Menge fein gemahlener faserreicher Pflanzenkost bei uns und allen, die später gleiche Wirkungen verspürten, den Aufbau und die Ausschüttung des Wohlfühlhormons Serotonin verursachte – mein Aminas-Prinzip.

Viele Tausende, die seither meine Aminas-Pastillen, die Aminas-Riegel und insbesondere die Aminas Vitalkost, aber auch die vielen durchweg sklavischen Nachahmerprodukte Nature-Vitalfrühstück (Wessner), Abon-Vital Vitalkost (Bonack),  TAKEme Glücksnahrung (Naturella/Dr. Dahlke) und die Vitalkost von Naturkost Ehlers (meine Frau), ausprobierten, stellten dadurch weitgehend ähnliche körperliche und mentale Verbesserungen fest. Ich rechne damit, dass das auch bei überteuerten simplen Nachahmerprodukten wie dem Inka Gold vom Zentrum der Gesundheit so ist. Ich sehe überall da ohne jeden Zweifel die Wirkungen des Schlüsselhormons Serotonin. Das gilt ganz sicher auch für das kanadische Zenbev, das nichts enthält außer Kürbiskernmehl und Dextrose, auch wenn dessen Entdecker Dr. Craig Hudson auf Grund seiner Studien meint, dass seine pharmazeutische besondere Bearbeitung der Kürbiskerne zur besseren Gehirngängigkeit des enthaltenen Tryptophans und damit zum Serotoninaufbau führte.

Meine eigenen Überprüfungen und die Rückmeldungen von praktisch allen Lesern meines Blogs zeigen übrigens, dass die Wirkungen auf keine Weise anders sind, wenn man sich seine native Kost selber zusammenstellt. Man nimmt  z.B. einfach einen Löffel Buchweizenmehl (gehäufter Teelöffel oder gestrichener Esslöffel) oder sonst ein Mehl von irgendeinem Getreide oder getreideähnlichen Stoff.

 

Kein Auftreten serotonerger Wirkungen  

Leider habe ich in den vergangen 17 Jahren, in denen ich das Projekt Aminas/native Kost/Serotonin betreibe, nicht Buch geführt über die vielen Tausende von Rückmeldungen von Anwendern des Aminas-Prinzips. Sowohl in meinen Büchern wie auch im vorliegenden Blog habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass es eine nicht geringe Zahl von Menschen gibt, die absolut keine besonderen Wirkungen verspüren.

Das sind sowohl Menschen, die stark unter körperlichen und psychischen Störungen leiden wie auch solche, die ohnehin praktisch immer gut gelaunt sind. Wie soll denn Serotonin auch die allgemeine Lebensstimmung heben, wenn sie schon am oberen Level ist? Wer jeden Tag hellwach ist und jede Nacht in 7 Stunden einen erquickenden Schlaf erlebt, wie soll man bei dem noch die Wach- und Schlafkontrolle verbessern?

In den Fällen, wo der Verzehr nativer Kost auf leeren Magen keinen Rückgang schwerer Depression oder Migräne bewirkte, dachte ich ursprünglich, dass dafür nur eine Unterbrechung der zentralnervösen Weiterleitung des starken Verstoffwechslungssignals aus dem Dünndarm zuständig sein könnte, z.B. durch ein HWS-Syndrom. Es sind aber auch unzählige andere Umstände denkbar, beispielsweise Schäden an den Neuronen selbst, wie sie im Extremfall bei beginnender Demenz festgestellt werden. Natürlich sind im Einzelfall auch ganz einfache Störfaktoren denkbar, etwa das Fehlen essenzieller Bausteine für den Serotoninaufbau (Magnesium, Zink, Tryptophan etc.). Es kann auch das Zusammenspiel von Serotonin mit dem einen oder mehreren der im Gesamtsystem der hormonellen Kontrolle der Stoffwechselsysteme gestört sein (Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Melatonin, GABA, Ghrelin, HGH, Cholezystokinin und viele mehr). Leider kennen wir bisher nur die grundlegendsten Zusammenhänge. Wie groß die Wissenslücken sind, zeigt der Botenstoff Serotonin selbst am besten, von dem inzwischen mehr als 15 Alternativen mit eigenen Rezeptoren und mit teils sogar gegensätzlichen Wirkungen bekannt sind, aber niemand weiß, wie sie untereinander gesteuert werden.

Kein Zweifel: Der Eintritt der Wirkungen des Verzehrs nativer Kost auf leeren Magen ist praktisch nicht sicher vorauszusagen! Der Grund ist die Komplexität der beteiligten körperlichen und mentalen Vorgänge. Wie sagte noch Professor Dr. Harald Lesch in seiner letzten Sendung bei 3Sat:

                  “ Komplexität ist ein Zeichen für Unberechenbarkeit!“

Aber in der Natur gibt es vorwiegend komplexe Wirkzusammenhänge. So wunderbar klare kausale Wirkzusammnehänge wie die heilende Wirkung von Votamin C bei Skorbut sind sehr selten.

 Ausbleiben und Wiederkehr serotonerger Wirkungen

Ein Phänomen, das mir in den vergangenen Jahren immer wieder mal begegnet war, dem ich aber keine große Aufmerksamkeit schenkte, ist das allmähliche oder plötzliche Ausbleiben aller serotonergen Wirkungen nach dem korrekten Verzehr nativer Kost, die vorher ganz deutlich und als sehr segensreich empfunden worden waren. Zu diesen Beobachtungen gehört auch die mir in den Jahren immer öfter gegebene Information, dass sich ein Interessent, der native Kost eine ganze Zeitlang zu seinem deutlichen Vorteil, z. B. mit besserem Schlaf oder der Verabschiedung seiner Depression, genutzt hatte, einfach die Gewohnheit aufgab und sich lange Zeit danach nach der Rückkehr zu den Schlafstörungen und den Depressionen wieder mit Erfolg der nativen Kost zuwandte.

Allerdings bleibt auch bei dem Menschen, der anfänglich deutliche serotonerge Wirkungen erlebt, wenn er native Kost auf leeren Magen verzehrt, der zerebrale Serotoninaufbau schon nach einigen Tagen aus. Der Grund dafür ist der, dass sich der Botenstoff Serotonin im Regelfall nur langsam verbraucht und dass er ganz offensichtlich eine (noch nicht genau erforschte) Obergrenze hat. Die Halbwertzeit von Serotonin beträgt 21 Stunden, d.h. wenn ich heute durch den Verzehr nativer Kost mein volles Quantum aufgebaut habe,  erst nach drei Kalendertagen die verfügbare Menge gegen Null geht, sofern ich nichts mehr zum Neuaufbau getan habe. Der Neuaufbau geschieht ja auch, wenn auch nicht immer so effektiv, auf vielen anderen Wegen, besonders gut durch ein langes Ausdauertraining („runners high“).

Meine Frau, die aus egozentrischem Geschäftsinteresse einen Keil in die Familie trieb und jetzt einen Aminas-Nachbau herstellt, konnte ich erst Jahre nach meiner Hinwendung zum Thema Serotonin überzeugen, doch auch einmal einen Versuch mit Aminas zu machen. Sie wunderte sich selbst, dass sie schon nach der ersten Anwendung viel umgänglicher und freundlicher zu allen Menschen ihres Umfeldes (auch zu mir) wurde, aber wieder richtiggehend „kremisig“ wurde, wie man hier sagt, wenn sie drei Tage lang auf diese Übung verzichtete. Ich habe das auch einmal versucht und bemerkte auch einen Unterschied im allgemeinen Wohlbefinden –allerdings nicht annähernd so stark wie bei meiner Frau, wohl weil ich mich weit mehr ausdauernd betätigte als sie (Laufen, Wandern).

Später haben mir viele Gesprächspartner über ähnliche Erfahrungen berichtet. Ich kann daher sagen: In allen Fällen, wo die native Kost initial ihre deutlichen Wirkungen hatte, kamen sie wieder zurück, wenn man die Übung nach dem Absetzen wieder aufnahm.

Die native Kost ist kein besonderes Lebensmittel.

Es handelt sich schlicht um das Mehl von faserreichem rohen Getreide oder anderen getreideähnlichen Stoffen (aber auch Kürbiskernen).E s ist kein Superfood, seine reichen Inhaltsstoffe hat es, weil alle solche Pflanzenstoffe so wertvoll sind.

Die besonderen serotonergen Wirkungen sind nicht besonderen Inhalten des verwendeten Pflanzenmehls geschuldet. Entscheidend sind allein der Verzehr mit ausreichend Flüssigkeit auf leeren Magen, also die besondere Essweise. Sie treten nur deshalb auf, weil  rohes Mehl in kleiner Menge in Flüssigkeit verlöst nicht im Magen hängen bleibt (Magenpförtner), sondern ungewöhnlich schnell im ganzen Dünndarm verläuft und ungewöhnlich schnell verstoffwechselt wird. Den Rest machen die Sensoren im Dünndarm, die die Ankunft von vielen Kohlenhydraten im System melden und den Aufbau des Esskontrollhormons Serotonin auslösen. Das Thema ist also eindeutig nicht das Tryptophan als kritische Serotonin-Vorstufe! Es wäre daher auch generell falsch zu sagen, dass es die native Kost sei, die serotonerge Wirkungen auslöste. Es muss eben nur rohes Mehl sein, das mit Flüssigkeit herunter zu bringen ist. Erst der Aufbau und die Ausschüttung von Serotonin und sein Zusammenwirken im großen Konzert der Hormone und Botenstoffe führen zur Ausprägung sichtbarer serotonerger Reaktionen.

Durch endlose schlechte Beispiele aus der Pharmazie sind wir es leider gewohnt, uns für die Annahme einer bestimmten physiologischen oder gesundheitliche Wirkung darauf zu beschränken, dass wir eine oder wenige Korrelationen zwischen der Ein- oder Aufnahme eines Mittels oder einer Substanz erkannt haben. So glaubt z.B. alle Welt, dass ein Appetithemmer ein Mittel zur Behebung von Übergewicht wäre, obwohl Dutzende zumindest gleich wichtige Kriterien erfüllt sein müssen, damit man auch nur ein Gramm Körperfett verliert. Wir glauben auch, etwas für unsere Gesundheit zu tun, wenn wir Schmerzmittel einnehmen. Dabei kommen wir damit der Ursache des Schmerzes kein Deut näher.

 

Schlussfolgerungen

Die wichtigste Schlussfolgerung aus den neuen Erkenntnissen ist die, dass sich niemand jemals schaden kann, der immer wieder oder auch jeden Tag native Kost auf leeren Magen zu sich nimmt. Nach meinen Erfahrungen hat aber mehr als jeder zweite Mensch große Vorteile davon, wenn er einmal am Tag den leeren Magen dazu nutzt, vor der weiteren Aufnahme von Nahrung eine ganz kleine Portion fein gemahlener faserreicher Pflanzenstoffe mit einem Glas Wasser zusammen aufzunehmen. Damit nutzt man natürlich gegebene ganz neue physiologische Möglichkeiten von Magen, Magenpförtner, die Signal- und Kontrolleinrichtungen von Darm und ZNS und die Hormone und Botenstoffe. Zudem kommt ein kleiner, aber nicht unbeachtlicher Schub an wertvollen Vitalstoffen zuverlässig und so schnell wie sonst nie an den Körperzellen an. Ich nutze diese Essweise daher seit Jahren jeden Tag, obwohl es angesichts meiner immer guten Laune ganz offensichtlich ist, dass ich nie einen aktuellen zerebralen Serotoninmangel habe.

Bemerkenswert ist, dass es für den Eintritt der Wirkungen keiner industriellen Produkte bedarf. Um diese Wirkungen in Gang zu setzen, bedarf es keines finanziellen Aufwandes, insbesondere keiner Handelsprodukte. Gerade hatte ich die Freude, mit dem sehr erfahrenen Tierheilpraktiker Stefan Willnauer aus Bad Dürkheim ausführlich über diese Dinge zu reden. Wir kamen schnell überein, dass auch die meisten Tiere, soweit sie eine dem Menschen ähnliche Anatomie haben (besonders Hunde und Katzen), von der nativen Kost sehr profitieren sollten. Er wies mich darauf hin, dass doch tatsächlich ein Hersteller von Tiernahrung als Nahrungsergänzung Tryptophan  anbietet. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen fügt dieser Inulin hinzu. So etwas braucht man aber ganz sicher für die Tiere nicht, wie es auch absolut überflüssig ist, Menschen den gesonderten Verzehr von Tryptophan nahezulegen – sei es über Aminas, Abon, TAKEme, Ehlers Naturkost, Inka Gold oder sonst eine Pflanzenmischung.

Am Ende behält der Ernährungsautor Dr. jur. Günter Harnisch Recht, der schon vor Jahren meinte, dass die Nutzung nativer Kost zur Lockung von Serotonin eine tolle Sache ist, dass es aber nicht zu verstehen ist, dass man dafür mehr Geld ausgeben müsse als ein paar Cent für einen kleinen Löffel Pflanzenmehl.