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Aminas: Stolz wie Bayer Aspirin

Erstellt von r.ehlers am Donnerstag 19. Februar 2015

Im Jahre 1897 wurde unabhängig voneineander gleich zweimal in Deutschland entdeckt, dass der salizylhaltige Pflanzensaft des Rosengewäches Echte Mädesüß (Spire) deutliche schmerzstillende und auch entzündungs- und fiebresenkende Wirkungen hat, auch stellte man fest, dass er der Thrombosebildung entgegenwirkte (Kurt Witthauer/ Oberarzt am Diakonissenkrankenhaus in Halle a. d. Saale und Richard Seifert/ Chemische Fabrik v. Heyden in Radebeul bei Dresden/Handelsname Acetylin).  Die damals schon große Firma Bayer, Leverkusen, die aus dem Saft der Spire das Handelsprodukt Aspirin entwickelte und 1899 diesen Namen schützen ließ, gelang es wegen der Gleichzeitigkeit der Entdeckung in Halle und Radebeul nicht, ein Patent auf den Wirkstoff Acetylsalizilsäure zu erhalten. Im Rechtsstreit mit der Siegermacht USA verlor sie nach dem II. Weltkrieg  (zu Unrecht) bezogen auf Übersee sogar ihre ausschließlichen Rechte am Markennamen Aspirin.

Aber stolz wie Oskar war Bayer  auf sein Aspirin seit Beginn der Geschichte und ist es noch heute. Gerade als Schmwerzmittel gehört es eindeutig zu den bekanntesten und lukrativsten Medikamenten, die die Welt je gesehen hat.

Ebenso stolz ist Bayer heute auf ihre Neue Generation der Aspirin Tablette. Der Pressedienst von Bayer Health Care überschlägt sich fast mit den Jubelnachrichten. s. http://presse.healthcare.bayer.de/de/presse/news/news-archiv/aspirin.php:

20.9.2014: Neue Generation der Aspirin Tablette kommt aus Bitterfeld

16.9.2014: Neue Aspirin Tablette: Galesischer Kniff für rasche Analgesie

16.09.2014: Schnell wie ein Gepard: Geschwindigkeit und Schmwerzen

25.06.2014: Bayer führt neue Generation der Aspirin Tablette ein.
-de.wikipedia.org-
 Karikatur: The Head Ache

Hier der O-Ton Bayer vom 25.6.2014:

“ Der Aspirin-Wirkstoff war auf dem Mond, schaffte es auf die „Liste der unentbehrlichen Arzneimittel“ der WHO, bescherte dem Wissenschaftler John Vane den Nobelpreis für Medizin und ist das Schmerzmittel, dem die Deutschen am meisten vertrauen ..– nun steht die Weltmarke aus Deutschland vor einem weiteren Meilenstein: Bayer bringt die neue Aspirin 500 mg überzogene Tablette auf den Markt, die die bisherige Aspirin Tablette ersetzen wird. Die neue Generation der Aspirin Tablette führt zu einer doppelt so schnellen, deutlich spürbaren Schmerzlinderung im Vergleich zur bisherigen Formulierung…

MicroAktiv-Technologie für schnellere Auflösung und rascheren Wirkeintritt: Wie die bisherige Tablette enthält auch die neue Aspirin Tablette den Wirkstoff Acetylsalicylsäure – allerdings in einer neuen Formulierung, der MicroAktiv-Technologie: Die Wirkstoffpartikel der Acetylsalicylsäure sind um 90 Prozent verkleinert. Zudem enthält die neue Tablette Natriumcarbonat, wodurch der Zerfall der Tablette wie bei einer Brausetablette beschleunigt wird. Beides führt zu einer sechsmal schnelleren Auflösung der Tablette im Magen, einer schnelleren Freisetzung der Acetylsalicylsäure und Aufnahme des Wirkstoffs in den Blutkreislauf.“

Die massive Werbung greift die Argumente geschickt auf:

Er, ganz überrascht und voller Freude: „Er ist weg!“                                                  Sie: “ Wer ist weg?“                                                                                                                   Er:  „Der Kopfschmerz ist weg!“

Die Wirkung tritt im Vergleich zur „alten“ Aspirintablette jetzt wirklich rasend schnell ein, obwohl es sich um genau denselben Wirkstoff handelt. Nur sind die mit dem Wirkstoff getränkten Trägepartikel nur noch 1/10 so groß wie früher. Es ist absolut kein anderer Wirkstoff enthalten, er kommt nur mit verkleinerten Partikeln in den Magen und Darm, die eine zehnfach größere Wirkoberfläche haben. Alles nur eine Frage der Granulation – und natürlich auch der Einnahme auf leeren Magen.

Alles wie bei der nativen Kost/Aminas

Ich denke, dass Ihnen die Parallele zum Aminas Prinzip sofort auffällt. Bei der nativen Kost geht es nicht um einzelne Wirkungen einzelner Wirkstoffe wie bei Medikamenten, sondern um die umfassenden Wirkungen der im Körper verstoffwechselten Lebensmittel. Auch da spielt die Feinheit der Granulation eine ausschlaggebende Rolle.

Ein und dieselbe Nahrung

  • wird bei perfekter mechanischer Zerkleinerung komplett ausgenutzt,
  • während sie bei unzureichender Zerkleinerung nur wenig genutzt wird
  • und – bei faseriger Rohkost wie bei Salat und Getreidekörnern – gar nicht verwertbar ist
  • und sogar noch Gesundheitsschäden durch das Verfaulen der Inhalte der nicht geöffneten Pflanzenzellen anrichtet.

Im Vergleich zur schnelleren Abschaltung des Schmerzes durch Aspirin sind die Vorteile der besseren Granulation der Partikel der Nahrung erkennbar sehr viel größer. Bei der nativen Kost spielt die Geschwindigkeit des Wirkeintritts zwar auch eine entscheidende Rolle für die Auslösung des mächtigen Verstoffwechslungsreizes im Dünndarm, der den nervösen Anstoß gibt für den zentralnervösen Aufbau des Esskontrollhormons Serotonin. Die ist ein Wirkzusammenhang, der ohne den Verzehr nativer Kost auf leeren Magen sonst bei keiner anderen Essweise auftritt. Anders als bei Aspirin geht es hier um alles oder nichts.Dazu kommt aber der Umstand, dass nicht richtig zerkleinerte Nahrung gar nicht genutzt wird, also gar keine positiven Wirkungen auslöst.

Also freut sich Aminas über die Erfolge von Bayer Aspirin durch die bessere Granulation und freut sich, dass die native Kost von ihrer Granulation einen noch größeren Vorteil zieht.