Richtig Essen

GfE- Gesellschaft für richtiges Essen und Lebensgestaltung e.V.

  • Newsletter-Anmeldung

    Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter, um über neueste Beiträge umgehend informiert zu werden.

  • Tagungen, Seminare & Vorträge

  • Interessante Produkte

6 Stufen zur richtigen Nutzung unserer Lebensmittel

Erstellt von admin am Dienstag 20. August 2013

Nicht nur die Werbung will uns alle glauben lassen, dass alles Wichtige für die gesunde Ernährung getan ist, wenn wir die Produkte der Anbieter kaufen – und natürlich auch essen oder trinken. Sie ist aber übermächtig. Sie korrumpiert auch die kritischen Geister, die längst wissen, dass es den Anbietern fast durchweg nur auf ihren Gewinn ankommt und nicht auf den Nutzen für die Verbraucher.

Wenn wir ständig zugetextet werden mit der Erklärung, dass es maßgeblich auf die Inhaltsstoffe der Nahrung ankomme, gucken wir alle unwillkürlich besonders darauf. Die Anbieter können doch nicht alle lügen! Und es ist doch wohl regelmäßig „was dran.“ Wenn man ständig hört, wie wichtig es ist, dass in den diversen Produkten besonders viel von diesen oder jenen Substanzen, etwa Vitamine oder Aminosäuren, enthalten sind, glaubt man bald daran,dass da der Hund begraben ist. Also haben wir schon beim Einkauf das Gefühl, etwas voraussichtlich Wertvolles zu tun, wenn auf der Verpackung beispielsweise steht: „mit A-C-E“.

Weitere Informationen sind Fehlanzeige. Mehr als die Hinweise auf den angeblich ausschlaggebenden Gehalt an Inhaltsstoffen in unseren Lebensmitteln geben weder die Werbung noch die offiziellen oder halboffiziellen Stellen, die für die Aufklärung der Bevölkerung zuständig sind. Auch die Wissenschaft begnügt sich weitgehend mit der Betonung der Bedeutung der Einbringung der Mikronährstoffe.

Um uns richtig zu ernähren, müssen wir uns aber bewusst machen, dass es von der Beschaffung der richtigen Lebensmittel mit ihrem reichen Gehalt an Mikronährstoffen ein weiter Weg ist bis zu ihrer vollen Nutzung im Interesse der Erhaltung der Summe der Funktionen von Körper, Geist und Gemüt!

Es macht Sinn, da 6 Stufen auf dem Weg zur richtigen Nutzung unserer Lebensmittel zu unterscheiden:

  1. Beschaffung inhaltsreicher Lebensmittel
  2. Volle mechanische Aufschließung
  3. Erhalt der Lebensmittel bis zum Verzehr
  4. Umstandsgerechter Verzehr
  5. Verstoffwechslung (Metabolisierung)
  6. Tatsächliche Nutzung der Inhaltsstoffe im Körper

Über die ersten drei Stufen hören wir ständig in der Werbung und den Medien. Die weiteren Beduingungen der richtigenNutzung unserer Lebensmittel werden kaum beachtet.

Mit der richtigen Versorgung ist es wie beim Aufbau einer Maya-Pyramide. Ohne Baumaterial geht das nicht. Es muss zudem in den Größen angeliefert oder zurechtgeschnitten werden, damit es einbaubar ist. Seine Bausteine dürfen nicht verwittert sein. Wenn sie dann nach Plan verbaut werden, können sie in der Spitze den heiligen Altar aufnehmen, für den das ganze Bauwerk gedacht ist.

Unser Ziel ist es, unseren Körper so mit Lebensmitteln zu versorgen, dass wir unsere Lebensenergie, den biochemischen Brennstoff ATP, erhalten und die vielfältigen Funktionen von Körper, Geist und Gemüt bedienen können. Wenn uns das regelmäßig gelingt, ist das de wichtigste Voraussetzung für den Erhalt unserer körperlichen und psychischen Gesundheit.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) predigt seit Jahren mit voller Berechtigung, dass das an Nahrung, was uns in den zivilisierten Ländern allgemein zur Verfügung steht – also auch bei Aldi oder Lidl – , im Regelfall tatsächlich all das an Inhaltsstoffen mitbringt, was wir für die erste Stufe dieser Pyramide brauchen. Na klar, wir müssen ein wenig umsichtig einkaufen. Aber dass wir nicht nur Süßkram essen dürfen, dass Lebensmittel ganz von selbst verderben, dass Hitzebehandlung Inhaltsstoffe beschädigt, ist uns im Prinzip bekannt, auch dass Alkohol, Nikotin und Koffein gefährliche Körpergifte sind, mit denen wir nur vorsichtig oder gar nicht umgehen sollten. Informationen über den Wertverlust bei den vielen von der Industrie vorbereiteten Nahrungsmitteln gibt es nicht. Die gesetzlich vorgeschriebenen Inhaltsangaben über Brennwert, Eiweiß, Kphlenhydrate und Fett sind eher ein Witz.

Es geht bei der richtigen Ernährung um etwas ganz anderes: Auf dem Weg bis in die Spitze der Maya-Pyramide nehmen wir gut erhaltene inhaltsreiche Lebensmittel mit, die so vorbereitet sind, dass wir sie gut aufschließen und im Verdauungssystem in die Blutbahne und die Lymphgefäße aufnehmen können. Wir verzehren sie unter den zeitlichen und sachlichen Umständen, die ihre Nutzung für vorgegebene Funktionszusammenhänge im Körper voraussetzen. Diese Funktionszusammenhänge bestimmen unser Leben von der Versorgung der Billionen von Körperzellen bis zu den Organen des Körpers einschließlich unseres zentralnervösen Systems einschließlich der hormonellen Steuerung aller Systeme.

Auf dem Wege dahin können wir sehr viele Fehler machen, von denen der unkluge Einkauf noch der geringste ist. Wir lassen wertvolle Nahrung herumliegen und bereiten sie erst dann zu, wenn sich die Wertstoffe weitgehend verflüchtigt haben und sich Schadstoffe ansammeln konnten.. Wir schlingen rohe Pflanzennahrung herunter, ohne dass ihre Zellen mechanisch aufgebrochen sind (Salat!). Wir kochen, backen und braten unsere Nahrung so, dass Proteine denaturiert und Vitamine und Mineralstoffe beschädigt werden.

Die Frage danach, welche besonderen Bedingungen etwa erfüllt werden müssen, damit sich durch den besonderen Verzehr bestimmter – nativer – Nahrung auf körpereigene Weise der wichtigste aller Botenstoffe, das Schlüsselhormon Serotonin, bilden kann, stellt sich dann schon gar nicht mehr. Es ist immerhin gut zu wissen, dass all diese Fehler für den, der sich ein wenig selbst informiert statt immer nur auf die Werbung zu hören, leicht vermeidbar sind.