Richtig Essen

GfE- Gesellschaft für richtiges Essen und Lebensgestaltung e.V.

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Reizthema Frühstück

Erstellt von r.ehlers am Montag 12. November 2012

Sachbezug: Körpergewicht + Serotoninaufbau

 

Jahrzehntelang haben uns die Experten eingeredet, dass es richtig sei:

„Esse morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettelmann.“

Soll das heißen, dass man morgens beim Frühstück richtig zuschlagen und sich auch des mittags ordentlich was gönnen soll, um sich abends dann mit Schmalkost zu begnügen?

Das kann man auch ganz anders verstehen. Vielleicht isst ein Kaiser ja morgens  nicht viel und wählt nur erlesene Speisen aus, weil er ja auch den Spruch kennt:

„Ein voller Bauch studiert nicht gern!“

Schließlich muss sich der Kaiser ja schon früh um seine Amtsgeschäfte kümmern und braucht dazu seine volle Konzentration. Dass Nahrungsaufnahme  ab einer gewissen Menge müde macht, weiß jeder Mensch. Darum heißt es ja auch:

„Nachdem Essen sollst Du ruhn – oder tausend Schritte tun!“

Tausend Schritte – das ist nur ein kurzer Spaziergang, der die vom Essen müde gewordenen körperlichen Systeme (Blut- und Lymphkreislauf) wieder in Schwung bringt und die Müdigkeit vertreibt.

Ein wahrer Edelmann  ist gewiss  ein Feinschmecker, eher ein Gourmet als ein Vielfraß (Gourmand). Wer also mittags in überschaubarem Umfang auserlesene Speisen zu sich nimmt und sich nicht „den Magen vollschlägt“, ist auch am Nachmittag in der Lage, voll konzentriert zu arbeiten. Wer das perfekt beherrscht, sind die Chinesen.  Wenn sie es sich erlauben können, essen sie mittags von einer ganzen Fülle wertvoller Speisen, aber insgesamt so wenig, dass sie davon nicht müde werden. Ich vergesse nie meine frühe Erfahrung mit der Aminas Vitalkost, als ich lernte, dass ich nach morgendlichem Kosum nur des einen Löffels dieser schlichten Pflanzenkost den ganzen Tag hindurch ohne jede weitere Nahrungsaufnahme voll konzentriert Auto fahren konnte, ohne auch nur eine müde Sekunde zu erleben. So konnte ich von Polen nach Düsseldorf oder von Düsseldorf nach Tarragona jeweils 15 Stunden „am Stück“ fahren, ohne eine Pause machen zu müssen. Als ich dann aber mal auf einer Reise in den Süden aus alter Gewohnheit (nicht aus Hunger) mittags in der Raststätte einen Teller Spaghetti Bolognese aß, wurde ich so müde, dass ich froh war, dass meine Frau, die außer Aminas nichts gegessen hatte, das Steuer übernehmen konnte.

Dass ein Bettelmann früher generell nicht viel zu essen kriegte und deshalb auch abends wenig aß, ist bekannt. Heute essen wirtschaftlich benachteiligte Menschen bekanntlich  meist mehr als andere und sind daher statistisch gesehen auch noch übergewichtiger.  Man muss schon unterscheiden zwischen dem frühen Abend, also etwa von 18.00 – 20.00 Uhr und der Zeit danach. Wenn der Spruch besagen sollte, dass man am frühen Abend besonders wenig essen soll, fehlt dafür die Begründung, weil man in der Zeit danach bis zum Schlafengehen regelmäßig den Magen wieder frei bekommen hat und deshalb nicht durch den vollen Bauch und die Verdauungstätigkeit beim Schlafen gestört wird. Sollte der Spruch meinen, dass man abends spät möglichst gar nichts mehr essen soll – dann wäre man beim heute gesicherten Wissen, dass man vorteilhaft ein paar Stunden vor  dem Schlafengehen nichts Bedeutendes mehr isst. Der Körper verdaut nachts schlechter. Insbesondere aber unterbinden kohlenhydrathaltige Speisen mit der Lockung des „Masthormons“ Insulin die körperliche Fettverbrennung.

Man muss die alten Sprüche nur richtig lesen und sie in den Kontext der jeweiligen Zeiten einstellen, dann erschließt sich einem auch ihre innere Weisheit.

Neue Wissenschaft:  kräftig Frühstücken macht dick!

Einer der bedeutendsten deutschen Ernährungsexperten, Professor Dr. Volker Schusdziarra von der TU München, hat in einer im Fachmagazin „Nutrition Journal“  abgedruckten , viel beachteten Studie mit 380 Teilnehmern  an ihrem Verhalten abgelesen, dass sie dann, wenn sie das Frühstück ausfallen ließen, insgesamt den ganzen Tag über weniger aßen, insbesondere weniger Kalorien verbrauchten. Je mehr die Teilnehmer der Studie beim Frühstück aßen, desto höher  war die Gesamtanzahl der täglich aufgenommenen Kalorien, was sich nach dem Ergebnis der Studie auch in messbar höherem Körpergewicht niederschlug.

Professor Dr. Volker Schusdziarra

So zweifelhaft solche Studien auch oft sind, weil nicht gesichert ist, dass alle relevanten Umstände bedacht wurden: Das Ergebnis dieser Studie trifft sich mit dem gesicherten Wissen über den Weg der Nahrung durch den Körper und ihre Wirkungen auf Körper, Geist  und Gemüt.

Unterbrechung der Fettverbrennung

Als Erstes ist festzuhalten, dass ein substanzvolles Frühstück zwingend  über die Bauchspeicheldrüse Insulin lockt, das dann in den Dünndarm abgegeben wird. Bis das Frühstück verstoffwechselt und seine Kohlenhydrate im ganzen Körper verteilt sind, findet keine Fettverbrennung statt. Das ist heute Allgemeinwissen.

Leider unterscheidet die etablierte Wissenschaft nicht zwischen dem Verzehr von Nahrung auf leeren Magen und dem Verzehr auf den bereits teilweise gefüllten Magen. Daher entgeht ihr auch die Erkenntnis, dass Nahrung, die in Flüssigkeit verlöst nüchtern im Magen ankommt, von ihm nicht festgehalten wird, sondern sich ungestört durch die relaxierte Kanüle des Magenpförtners in den Dünndarm ergießt. Von der auf leeren Magen aufgenommenen  Nahrung  – unterstellt, dass sie im Darm auf ausreichend Verdauungsenzyme trifft oder sie selbst mitbringt – ist  schon spätestens nach einer halben Stunde nichts mehr im Darm und auch nichts mehr im Blutstrom vorhanden, sodass bei Bedarf im Körper wieder Fett abgebaut werden kann. Kaum jemand bedenkt dabei, wie wahnsinnig schnell der Transport der im Darm aus der Nahrung ausgelösten Mikronährstoffe durch die Tausende von Kilometer unseres Blutgefäßsystems abläuft. Der volle Durchlauf durch alle Arterien und Kapillaren braucht nur 2 Minuten!

Bei dem, der substanzreich frühstückt, wird die gesamte Ladung im Magen festgehalten und in ihm aufgeschichtet. Innerhalb eines Zeitraums von etwa 30 Minuten arbeitet sich diese Nahrung erst einmal an den Magenwänden mit den austretenden Magenflüssigkeiten (Magensäure, Pepsin) ab. Sodann beginnt eine sehr lang andauernde Peristaltik kräftiger Muskeln von Magen, Magenpförtner und oberem Zwölffingerdarm, die in Abständen von jeweils 3 Minuten in einer jeweils  20 Sekunden dauernden Sequenz dazu führt, dass eine wahrlich kleine Menge von nur etwa 2 % des jeweiligen Mageninhalts durch den Pförtner in den Zwölffingerdam gespritzt wird. Jede neue Zufuhr von Nahrung beendet diese Aufführung. Dann wird nämlich erst wieder neue Magensäure produziert, und der ganze Vorgang fängt wieder von vorn an.  Die ganze Nahrung bleibt daher im Magen, bis endlich das Frühstück beendet ist und sich dann erst  1 – 2 oder mehr Stunden lang der Magen in kleinsten Portiönchen vom Magenbrei (Chymus) trennt.  Leicht zu essen ist also besonders wertvoll.

Haben Sie das schon einmal so gesehen?

Wenn Sie also im Urlaub  Zeit und Muße haben  und die Möglichkeit gegeben ist, in aller Ruhe ein üppiges Frühstück zu genießen, amerikanisch mit  Frühstücksspeck, kleinen Würstchen, Eierspeisen und Bratkartoffeln, abgeschlossen mit  Pfannkuchen bzw. Pancakes und Ahornsirup, oder wie in Europa üblich mit Brötchen, Toast, Müsli, Frühstücksflocken,  Joghurt, Aufschnitt, Käse, Quark, Butter, Schmalz, Marmelade,  Früchten, dazu Kaffee, Tee, Fruchtsaft , Milch  und auch da noch ein Stück Kuchen hinterher – erlauben Sie es sich ruhig! Entscheidend ist, dass Sie nach dem Frühstück Ihrem Körper genügend Ruhe geben, das alles zu verdauen. Ein Abenteuerurlauber, der seine volle Konzentration für seine Aktivitäten braucht,  käme natürlich nicht auf eine solche Idee.

Wer nicht die Absicht verfolgt, sein Körpergewicht zu reduzieren, kann nach dem Verzehr nativer Kost  unbedenklich frühstücken, was immer er will.  Auch wer auf sein Gewicht achten muss, darf mal “sündigen“. Wenn man durch ein reichhaltiges Frühstück den Eintritt in die Phase der Fettverbrennung verpasst, achtet man eben später darauf, dass man ausreichend lange Zeit Fett abbauen kann. Das ganze Leben ist ein ständiger Wechsel von Aufbau und Abnahme von Körperfett!

Die Lösung: So leicht wie möglich frühstücken oder das Frühstück einfach wegfallen lassen!

Während der Nacht wird regelmäßig der Verdauungstrakt von der Nahrung des Vortages befreit, auch wenn die Nacht  wegen verringerter Produktion von Verdauungssäften nicht die beste Zeit für die Verdauung ist.  Kommt morgens keine Nahrung nach, muss der Körper für seinen Energiebedarf an seine Reserven gehen, also auch an seine Fettpolster. Sehen Sie, wie dumm der Rat ist, morgens erst  einmal durch sein Frühstück seine Energiespeicher wieder aufzufülen?  Unsere Energiespeicher in der Leber und in den Körperzellen reichen im Notfall für mehrere Wochen. Selbst die bei der Verstoffwechslung  der Nahrung und Verwertung ihres Inhalts im Körper dringend benötigten wertvollen Mikronährstoffe wie insbesondere die Vitamine sind in den auf bis zu 100 Billionen an der Zahl geschätzten Körperzellen gespeichert und halten teils Jahre, mindestens aber eine Woche oder zwei. Wann am Tag ich also meine Energie- und Vitalstoffspeicher auffülle, ist völlig egal.

Nimmt der Mensch nur flüssige Nahrung, als Erstes auch die native Aminas® Vitalkost, zu sich, und hält dann die Pause bis zur nächsten festen Mahlzeit ein, kommt er wegen der Schnelligkeit der gastrointestinalen Abläufe bei dieser Art der Nahrungsaufnahme sehr schnell wieder in die Phase der Fettverbrennung. Beschränkt er sich allein auf den Verzehr nativer Kost, geht es natürlich noch schneller. Dass er dazu in der Lage ist, ohne Hunger bis zur nächsten Mahlzeit zu warten, liegt an den hormonellen Wirkungen, die der Verzehr dieser Nahrung alsbald auslöst, vor allem durch das Esskontrollhormon Serotonin, aber auch durch das Sättigungshormon Cholezystokinin.

In der Praxis der Nutzung ativer Kost hat sich gezeigt, dass die meisten Menschen unmittelbar nach dem Verzehr einer kleinen Mahlzeit aus nativer Kost (Aminas Vitalkost) unbedenklich ein volles Frühstück verzehren können, ohne dass die angestrebten hormonellen Wirkungen ausblieben oder dass sie das etwa nicht vertrügen. Hier und da wird empfohlen, nach der nativen Kost mit dem Frühstück 15 Minuten oder eine halbe Stunde zu warten. Warum einer dies verträgt und der andere nicht, ist nicht erforscht. Eine gaze Reihe von Menschen vertragen indessen überhaupt kein Frühstück nach dem morgendlichen Verzehr  nativer Kost. Sie haben gar keine andere Wahl, als das Frühstück weg zu lassen, weil sie sonst Magen- und Darmbeschwerden kriegen.

Wer regelmäßig durch den Verzehr nativer Kost seinen zerebralen Serotoninspiegel hochhält,  kann indessen ohne alle Mühe auf das gewohnte Frühstück verzichten. Er wacht nämlich schon ohne jeden Hunger morgens auf, selbst wenn er am Vortag nichts gegessen hat. Hunger ist eben ein hormonelles Problem, die Essgewohnheiten und der Appetit sind etwas anderes.

Wenn man begriffen hat, dass unser Körper in seinen Zellen enorme Mengen an Mikronährstoffen speichert, kann man sich ohne Sorge von der falschen Ernährungslehre trennen, die uns seit jeher auffordert, morgens erst einmal unsere entleerten Energiespeicher wieder aufzufüllen. Lesen Sie dazu den Beitrag: http://www.essenspausen.com/das-einfache-leben/#more-538