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Chimäre Mensch: Träger eigener und fremder Gene

Erstellt von r.ehlers am Dienstag 19. September 2017

 

-wattpad.com-

Chimären, also Fabelwesen, die aus unterschiedlichen Anteilen mehrerer Arten von Lebewesen bestehen, besetzen schon seit Urzeiten die Angstvorstellungen der Menschen. Erst seit ein paar Jahren allerdings wissen wir, dass wir Menschen selbst Chimären sind.

Bisher galt es in den Wissenschaften als unumstößlich, dass wir Menschen wie auch alle anderen Lebewesen jeder für sich seinen ureigenen genetischen Bauplan hat. Im Großen und Ganzen stimmt das auch noch. Es gibt in der Realität weder einen Sphinx noch einen Pegasus mit Löwen- oder Pferdekörper mit Menschenkopf oder Menschenkörper mit Schakalkopf (wie der ägyptische Todesgott Anubis).

Das Prinzip des ausschließlichen Besitzes eines eigenen genetischen Bauplans gehört dennoch der Vergangenheit an, nachdem die Forschung immer wieder in den Zellen ihrer Körper bei Tieren und Menschen von ihren eigenen abweichende Gene von Artgenossen gefunden haben.  Im Einzelnen weiß man heute, dass über die Placenta der Mutter mütterliche Gene in den Körper des ungeborenen Kindes eindringen und dort viele Jahre lang aktiv sind – womöglich auch zur Förderung der Immunität und Bekämpfung von Krankheiten (Diabetes Typ 1, Krebs). Im Einzelnen sind die  Wirkungen dieser fremden Gene aber noch unerforscht.

Umgekehrt hat man Gene der ungeborenen Kinder, also auch derer die als Fehlgeburt gar nicht das Licht der Welt erblicken konnten, wie auch der geborenen Kinder im Körper der Mütter gefunden. Noch mehr: Selbst die Gene der Väter und anderer Bezugspersonen der Kinder fand man in ihren Körperzellen, wie auch umgekehrt Gene der Kinder in fremden Körpern. Offenbar gibt es Mechanismen der Abgabe und Aufnahme von Genen zwischen Einzelwesen.

Zur Vertiefung finden sich bereits viele Hinweise im Netz, z.B. auf https://www.welt.de/wissenschaft/article110567838/Viele-tragen-fremdes-Erbgut-im-eigenen-Koerper.html

und http://www.openscience.or.at/wissen/gen–und-genomforschung/europaeischehengste-haben-orientalische-vorfahren