Richtig Essen

GfE- Gesellschaft für richtiges Essen und Lebensgestaltung e.V.

Broteinheiten? Kein Problem!

Erstellt von r.ehlers am Mittwoch 25. März 2015

Ich antworte auf die Frage, wie viele Broteinheiten in typischer nativer Kost enthalten ist, dies am Beispiel der fünf aktuellen Sorten der Aminas  Vitalkost.

-de.wikipedia.org-

Klassisches deutsches Roggenmischbrot

Vorab nur ein Wort zu den Broteinheiten, von denen nicht mehr gesprochen werden soll:

Viele Menschen, die wegen eines Diabetes II mit derLockung von Insulin durch das Eindringen von Kohlenhydraten in den Blutstrom zu tun haben, müssen wissen, wie viele Kohlenhydrate die von ihnen verzehrten Lebensmittel beinhalten. Sie haben sich in Jahrzehnten daran gewöhnt, dass die Kohlenhydratmenge in Broteinheiten gemessen wird.

Auf einmal ändern die Fachinstitutionen und die Politik die Bezugsgrößen und die Namen und es gibt keine Broteinheiten mehr.

Wikipedia:

„Die Broteinheit (BE) ist eine alte Berechnungseinheit für den Gehalt bestimmter Kohlenhydrate  in Speisen, die bis Oktober 2010 im Rahmen einer Ernährung bei Diabetes mellitus Anwendung fand. Sie bezeichnete in Deutschland eine Menge von 12 Gramm Kohlenhydrate, in der Schweiz eine Menge von 10 Gramm KH. Eine weitere Einheit bildet die Kohlenhydrateinheit (KE oder KHE), eine Menge von 10 Gramm Kohlenhydrate.“

Da Broteinheiten praktisch mit den Kohlenhydrateinheiten (x 10) identisch sind, hat sich in der Sache durch die Aufgabe des alten Begriffs überhaupt nichts geändert. Kohlenhydrat-Austauschtabellen zeigen, wie viel Gramm eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels einer Broteinheit oder Kohlenhydrateinheit entsprechen. Diese Einschätzung ist für die Bestimmung der Dosis bei der Insulintherapie erforderlich.

Wikipedia nennt folgende Werte:

„Eine übliche Diabetes- Reduktionsdiät beim übergewichtigen Typ-2-Diabetiker enthält beispielsweise 13 BE= 130 KH  verteilt auf 5 Mahlzeiten.

  • 3 BE morgens
  • 2 BE Zwischenmahlzeit
  • 3 BE mittags
  • 2 BE Zwischenmahlzeit
  • 3 BE abends

Der normalgewichtige Typ-1-Diabetiker braucht deutlich mehr BE, um eine ausreichende Kohlenhydratversorgung sicherzustellen (z. B. 18–22 BE/Tag).“

Was bedeutet das nun für den Nutzer nativer Kost/Aminas?

 

Wer will, kann native Kost löffelweise essen, bis nichte mehr rein geht. Von solchen Mengen ist dann aber nur der erste mit Flüssigkeit gut heruntergebrachte Löffel wirklich eine native Kost, weil bei diesem besonderen Lebensmittel die Essweise auf den leeren Magen den Begriff der nativen Kost mitbestimmt – natürlich auch die Wirkung des Serotoninaufbaus..

Da optimal für die Funktion der nativen Kost ein gestrichener Esslöffel ist, der bei allen Sorten 8,5 g entspricht, muss nur von den pflichtgemäß angegebenen Kohlenhydratwerten bezogen auf 100 Gramm heruntergerecht werden auf den Kohnehydrateanteil einer Portion von 8,5 Gramm.

BIO Beere:59,9 g KH auf 100 g /0,59 g KH auf 1 g/5,01 g KH auf 8,5 g/0,5 BE

BIO Banane:39,63 g KH auf 100 g/3,37 g KH  auf 8,5 g/ca. 4,0 BE

BIO Kakao-Erdmandel: 52,08 g KH auf 100g/ 5,2 g KH auf 8,5 g/0,5 BE

BIO Wurzelgemüse:47,2 g KH auf 100 g/ 4,72 g KH auf 8,5 g/ ca. 0,5 BE

BIO Grüne Vielfalt: 44,98 g KH auf 100 g/ 4,47 g KH auf 8,5 g/ ca. 0,5 BE

Fazit:

Wenn man sich merkt, dass der benötigte 1 Esslöffel nativer Kost 1/2 BE mitbringt, ist man auf der sicheren Seite. Dieser so geringe Wert lässt sich gewiss leicht in jedem Diätplan unterbringen.