Richtig Essen

GfE- Gesellschaft für richtiges Essen und Lebensgestaltung e.V.

Smombies

Erstellt von r.ehlers am Samstag 14. November 2015

Frau Professor Dr. Ingrid Gerhard, die Autorin des wichtigen Frauen-Gesundheitsbuches,  deren Newsletter ich immer mit größtem Interesse verfolge, weist in ihrem  Newsletter 14/2015 auf die aktuelle Wahl des Jugendworts des Jahres 2015 (organisiert von Langenscheidt) hin. Es heißt

S M O M B I E.

Wenn Sie einmal aus gewisser Distanz einem ganz auf sein Smartphone konzentrierten Menschen ins Gesicht sehen, kann leicht die Assoziation mit dem leblosen Ausdruck eines Zombies, der Phantasiefigur eines lebenden Toten, aufkommen.

Die Jury der jungen Leute, die dieses Wort ausgewählt haben, kann m.E. nicht hoch genug gelobt werden (s. www.jugendwort.de). Ihre Aufgabe war es, ein Wort zu finden, das sich autonom in der Sprache der Jugend kreativ gebildet hat und auf gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse verweist, die von der Jugend aufgriffen wurden.

-de.wikipedia.org-

Steve Jobs (Apple) präsentiert das Smartphone 4 (2010)

Der Sprachwitz, der sich hier offenbart, nimmt zum einen die in ihrer Überzahl längst langweilig gewordenen billigen filmischen Machwerke aufs Korn, die einen Horror vor den „untoten“ Zombies wecken sollen. Das allein wäre nicht preisverdächtig, so interessant sind die albernen Zombies nicht. Dazu bedarf es der Verbindung mit dem in aller Welt von fast jedermann (der es bezahlen kann) täglich und stündlich benutzten Smartphone, wie auch der Tatsache,dass der Umgang mit dem Smartphone

  • für die psychische Gesundheit der Menschen schlecht ist,
  • eine sehr oberflächliche Begegnung mit der Welt fördert
  • und dem unmittelbaren Umgang von Mensch zu Mensch schwer schadet.

Der Wegbereiter des Smartphones, das Handy, hatte und hat schon eine praktisch weltweite Verbreitung, weil es den unerhörten Vorzug mit sich bringt, ohne Nutzung einer Festnetzstation von überall aus mit aller Welt zu telefonieren.

Bereits das Handy verführt viele Nutzer dazu, viele unnütze Telefonate zu führen, z.B. von der Kasse beim Discounter aus Eltern und Freunde anzurufen, wo man sich befindet und dass man auf dem Weg nach Hause ist. Jeder kennt das häufig gesehene Extrem, dass Menschen auf Spaziergängen statt sich mit ihrem Begleiter zu unterhalten ständig in ihr Handy sprechen. Oder sie sitzen im Cafe und reden nicht miteinander, sondern über ihr Handy mit fernen Gesprächspartnern.

Mit dem Smartphone, das ja alle Funktionen des Handys einschließt, wird diedirekte Kommunikation von Mensch zu Mensch noch dünner, weil es ja auch die Nutzung des Internets mit seinen vielen Zusatzprogrammen (Apps) möglich macht. Besonders geisttötend ist dabei die Nutzung der Dienste von Twitter und Facebook, weil sie die Nutzer verleiten, sich mit kleinen Informations- und Meinungshäppchen zu bgenügen, statt gründlich nachzudenken und überlegt zu artikulieren.

Persepktiven für die Zukunft der Gesellschaft

Niemand kann voraussagen, wie die Kommunikation in der Zukunft aussehen wird. man kann aber sicher annehmen, dass es mehr und nicht weniger Kommunikation geben wird. Ich hoffe sehr, dass die Nachfolger der Smartphones so benutzerfreundlich sind wie die heutigen Laptops, die eine ausreichend große Tastatur und und einen größeren Bildschirm haben, damit mit ihnen wieder ein normaler Umgang mit der Sprache möglich wird.

Andere interssante Jugendwörter und die jährlichen Unwörter

Der Jury für das Jugendwort 2015 lagen zur Auzswahl neben Smombie u.a. lustige Wörter  vor wie „Tofuterrorist“ für lästige Propagandisten gesunder Ernährung und „krasse Pizza“ zur  Beschreibung eine extrem guten Sache, womit auch aufzeigt wird, wei sehr sich die ganz und gar nicht gesunde schnelle Pizza in den Küchen unseres Landes durchgesetzt hat.

Beim bekannteren Unwort des Jahres (vgl. gibt es im Gegensatz zur Aktion des Jugendwortes des Jahres alle Jahre viel Kritik. Das Wort „Menschenmaterial“ für das Unwort des ganzen letzten Jahrhunders stieß zwar auf wenig Widerspruch, aber die Auswahl von „ausländerfrei“ (1991) bis „Lügenpresse“ (2014) waren sehr prätentiös.

 

2 Kommentare zu “Smombies”

  1. Richtig Essen » Blog Archiv » Kommunikation im Auto sagt:

    […] mit Dritten auf später verschieben (s. auch meinen Beitrag über die Smombies, vgl. http://www.essenspausen.com/smombies/ ! Alles andere ist unhöflich und […]

  2. Richtig Essen » Blog Archiv » Stress hormonell und situativ hontrolliert sagt:

    […] http://www.essenspausen.com/smombies/; http://www.essenspausen.com/kommunikation-im-auto/und http://www.essenspausen.com/kommunikation-im-auto/. […]