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Föhn – die bayerische Naturgewalt

Erstellt von r.ehlers am Dienstag 18. April 2017

Auch wenn wir nicht besonders wetterfühlig sind, beeinflusst uns das Wetter fühlbar an jedem Tag unseres Lebens. Das Klima gibt nach Breitengrad und Topographie den grundlegenden Einfluss, über den das Wetter seine Kapriolen setzt. Überall dort, wo Gebirge Regionen mit oft unterschiedlicher Erwärmung trennen, findet sich immer wieder das besondere Wetterphänomen des Föhns, in Deutschland  natürlich ganz besonders am Nordrand der mächtigen Alpen, die uns vom sonnigen Süden trennen. Bei starkem Südwind treibt es die erwärmten Luftmassen die Barriere der Alpen hinauf und auf der anderen Seote wieder hinunter, wobei sie ihre Feuchtigkeit (bis hinunter auf nur 10 %) verlieren. Der Föhn selbst ist der trockene warme Fallwind, der die kalten und feuchten Luftmassen auf der Nordseite mit Macht verdrängt.

Eine typische Föhnlage mit ihrem magischen brillianten Licht:

File:Foehnwolken Schweiz.jpeg

Foto by Simon A. Eugster (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Der Föhn löst bei allen Menschen nachteilige gesundheitliche Wirkungen aus, bei vielen verursacht er

  • Unruhe,
  • Nervösität,
  • Aggressivität,
  • Lustlosigkeit,
  • Apathie und
  • Depression, manchmal verbunden mit
  • Muskelzucken,
  • Herzklopfen,
  • Kreislaufbeschwerden,
  • Kopfschmerzen und
  • Migräne.

Man sollte meinen, dass der totale Austausch der nordlichen stagnierenden feuchten Kaltluftschicht gegen die trocken-heißen Luftmassen aus dem Süden durch den mächtigen Wind  der Grund für diese mentalen Störungen ist. Allgemein ist ja das Wissen, dass es dem Menschen nicht gut tut,“ im Zug“ zu stehen. Was schon beim normalen Winzug genau mit uns geschieht, ist schon nicht hinreichend erforscht. Der starke Windzug kann die Beschwerden beim Föhn aber gar nicht erklären, weil die Beschwerden lange vorher am stärksten ausgeprägt sind, manchmal 3- 4 Tage vor der Ankunft des Windes nördlich der Berge. Die Menschen leiden schon unter dem Föhn, während der Wind erst in großen  Höhen mächtig weht und nördlich vom Gebirge noch allesr ruhig liegt. Man spricht von der Vorföhnperiode.

Der Grund für die Föhnbeschwerden

Dass der Windzug die Föhnwirkungen nicht erklären kann, wird überdeutlich durch das Wissen, dass die Wirkungen in der Vorföhnperiode unabhängig davon auftreten, ob man im Freien steht oder sich nur in geschlossenen Räumen aufhält. Allgemein nimmt man an, dass die Wirkungen durch eine Störung des vegetativen Nervensystems ausgelöst werden. Aber was da abläuft, ist nicht bekannt. Es gibt die Meinung, dass  es entweder „Druckschwankungen, die durch das Schwingen der Kaltluft in den Föhntälern“ entsteht, oder aber „Hochfrequenzstrahlung, die von der Grenzfläche zwischen der Kaltluft und der darüber wehenden Föhnluft „ausgeht. Diese Erklärungen sind aber viel zu vage.

Von Freunden aus dem Alpervorland in Bayern höre ich demgegenüber ohne den Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit die Vermutung, dass die großen Luftverschiebungen schon früh in der Entwicklung des Föhns die Energien aus dem ganzen beteiligten Raum herausnehmen. Wenn man dem nachgeht, kommt man zur Annahme, dass die gewaltigen Luftbewegungen den Juft- und Wassermolekülen der Atmosphäre Elektronenladungen entreißen, wodurch auch die noch nicht vom Fallwind erreichten Täler und Regionen auf der Nordseite der Berge insgesamt ihren Ionenreichtum verlieren. Da die Körperzellen und alle großen Systeme im menschlichen Körper auf chemolektrische Reize angewiesen sind, kann das die umfassenden nachteiligen Wirkungen verständlich machen. Es kann auch erklären, dass alle Beschwerden schlagartig nach Beendigung der Föhnwetterlage veschwinden.

Gegenmaßnahmen

Der Föhn ist ein natürliches Wetterereignis, dass wir weitgehend einfach hinnehmen müssen wie Regen und Hagelschlag.Man kann natürlich Kopfschmerzen kurzfristig mit Tabletten dämpfen oder beseitigen, wie man auch mit arzneilichen Stimmungsaufhellern und anderen Drogen vorübergehend eine bessere Stimmung erzwingen kann. Ratsam ist das nicht. All diese Mittel haben ihre nachteiligen Nebenwirkungen.

Da der (heraufziehende) Föhn einen starken Stress für den Betroffenen darstellt, ist es dagegen anzuraten, bewusst den bestehenden Stresslevel zu senken. Da hilft es oft, Streit zu vermeiden und Ruhe und Besinnung zu finden, besonders durch Meditation wie im Autogenen Training.

Aus persönlichen Berichten Betroffener weiß ich, dass die Förderung des körpereignen Aufbaus des Stresskontrollhormons Serotonin die Föhnbeschwerden schlagartig beseitigen konnte, dies allerdings nur durch den Verehr nativer Kost auf leeren Magen. Diesen Botenstoff in seiner Funktion als Belastungskontrollhormon oder als Temperaturkontrollhormon durch Ausdauertraining oder einen Saunagang zu locken, erwies sich dagegen als kontraproduktiv, weil die Summe der Belastungen neben den Auswirkungen durch den Föhn dadurch sowohl vermindert wie erhöht wird.