Richtig Essen

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Dr. Bass: Der Mythos der Sequentiellen Verdauung

Erstellt von r.ehlers am Montag 12. Juni 2017

Eigentlich lohnt es nicht, viele Worte über die Lehren des amerikanischen Arztes Dr. Bass zu verlieren, der doch wirklich behauptet, dass die von uns aufgenommene Nahrung streng nach der Reihenfolge des Essens vom Magen und Darm verdaut werde. Wer die Funktionen unseres komplizierten Magens kennt, weiß, dass nur eine sehr kleine Menge in Flüssigkeit verlöster  fein zerkleinerter Nahrung, die auf leeren Magen aufgenommen wird, auf einen in Ruhe relaxierten Magenpförtner trifft und von ihm direkt in den Dünndarm durchgelassen wird. Folgt dem weitere Nahrung, macht der Magenpförtner dicht und das Programm des Magens übernimmt das Regime mit der Umwälzung, Vermischung und langwierigen Austreibung kleiner Teile des so gemischen Magenbreis in den Dünndarm.

In meiner ausführliche Darlegung dieser Vorgänge in meinem Buch „Wohlfühlhormon Serotonin. Botenstoff des Glücks. Der körpereigene Aufbau durch native Nahrung“, Via Nova 2012/2014 habe ich das aktuelle Wissen der Gastroenterologen zu diesen Vorgängen einmal klar und verständlich ausgebreitet. Dies war nötig, weil sich in fast alen Veröffentlichungen zum Thema unausgereifte und falsche Annahmen überschlugen. Leider setzt sich diese Fehlinformation auch heute noch vielfach ungebremst fort.

Bildergebnis für Zentrum der Gesundheit

YouTube: Wie seriös ist Zentrum der Gesundheit?

Im Beitrag https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gesunde-verdauung-ia.html des in anderen Fragen durchaus gar nicht immer unwissenden Zentrums fürGesundheit, gerade erst aktualisiert, wird dieser Widersinn mit Nachdruck forgesetzt.

Dort wird der Mythos der sequentiellen Verdauung bis auf  seine falschen Unrsprünge zurückverfolgt und kritiklos mitgeteilt.

Das Zentrum für Gesundheit teilt mit:

  • Während des Amerikanischen Bürgerkriegs  zog sich ein Soldat eine Schusswunde zu. (Das geschah während dieses Krieges vermutlich öfter, nur erlangte dieser Soldat einen gewissen Bekanntheitsgrad, da er für die Mediziner zu einer Art Ansichtsmaterial wurde). Der Soldat hatte eine große sichtbare Öffnung in seinem Bauch.                                                                                           Durch diese Öffnung konnten seine Ärzte beobachten, dass die Nahrung, die er aufnahm, in seinem Verdauungstrakt nicht etwa kunterbunt vermischt wurde. Sie blieb genau in der Reihenfolge, wie die Nahrung verspeist wurde, in verschiedenen Lagen liegen und wurde schließlich in dieser Reihenfolge – Lage für Lage – verdaut.
  • Viele Jahre später fütterte der Physiologe Grützner  Ratten mit Nahrungshäppchen in drei verschiedenen Farben. Zuerst wurde ihnen einen Portion schwarze Nahrung gegeben, danach eine weiße Portion und zuletzt eine rote Portion. Kurz nach der Nahrungsaufnahme wurden die Mägen der Tiere untersucht. Es zeigte sich, dass die verschiedenfarbigen Portionen fein säuberlich über einander lagen, sich also keinesfalls vermischt hatten.

Über dieses „Sichtfenster“ in den Verdaungstrakt (Magen oder Darm?). aus dem die Nahrung doch heraussprudeln müsste, müsste man doch wirklich Genaueres wissen, ebeso über die Zeitabläufe und das Vorgehen  des Physiologen Grützner. Aber natürlich ist da nichts. Ich frage mich nur, warum diese Unsinn immer weiter getragen wird!