Richtig Essen

GfE- Gesellschaft für richtiges Essen und Lebensgestaltung e.V.

Native Kost auch für Hund und Katze

Erstellt von r.ehlers am Sonntag 28. Februar 2016

Verdauungsorgane

Bild: http://www.mallig.eduvinet.de/bio/hund/Hund33.htm

Meine Überlegungen, ob Schweinefleisch für uns Menschen bekömmlich ist,

s.http://www.essenspausen.com/entwarnung-fuer-schweinefleisch/,

haben mir bewusst gemacht, dass das Schwein, auch wenn es ebenso ein Allesfresser ist wie wir Menschen, doch eine ganz andere Anatomie des Verdauungstrakts hat.

Bildergebnis für Schwein Anatomie Magen

Wie aber ist das bei unseren liebsten Haustieren, Hunden und Katzen, die reine Raubtiere sind?

Am Auffälligsten ist, dass die Unterschiede im Verdauungstrakt  zwischen dem Menschen und seinen fleischfressenden Hausgefährten Hund und Katze nicht so groß sind wie im Vergleich aller zum Schwein. Alle drei haben einen oben am Magen gelegenen Eingang, in den die Speiseröhre mündet.  Nur das Schwein hat aber einen von da aus nach unten abhängenden sackartigen Magen, der seinen Ausgang in den Dünndarm (Magenpförtner, Pylorus) ebenfalls oben am Magen liegen hat.

Gegenüber dem Menschen ist der Magen der Raubtiere etwas einfacher aufgebaut. Man spricht da von einem Kugelmagen. Entscheidend anders ist, dass der die  beim menschlichen Magen bestehende  Zweiteilung in den Korpus des Magens und den seitlich vom Magengrund her abzweigenden Vorhof des Magenpförtners (Antrum Pylori) nicht kennt.

Makroskopischer Aufbau des Magens. (1) Korpus, (2) Fundus, (3) vordere Magenwand, (4) große Kurvatur, (5) kleine Kurvatur, (6) Kardia, (9) Sphincter pylori, (10) Antrum, (11) Canalis pyloricus, (12) Incisura angularis, (13) Magenrinne, (14) Schleimhautfalten (durch Fensterung). Quelle: Wikipedia 

Beim Raubtiermagen liegt der Magenausgang wie beim Menschen auch unten seitlich, allerdings zur anderen Seite hin. Bei ihm geht der Nahrungsbrei vom Magenboden aus direkt in den Zwölffingerdarm (Duodenum). Das phantastische Programm des menschlichen Magens kennt kein Tiermagen: Kein anderes Lebewesen kennt das, dass erst ankommende Speisen gesäuert, dann weitgehend neutralisiert und jeweils in nur kleinen Portionen nacheinander aus einem gesonderten Vorhof des Magenpförtners heraus durch den Pförtner  in den Zwölffinderdarm hineingespritzt und dann der ganze Rest wieder zurück in die Magenmitte gestoßen wird.

Wie beim Menschen sorgen aber auch bei den Raubtieren die Lage von Magenein- und ausgang dafür, dass sich beim längeren Ausbleiben von Nahrung der Magen vollständig entleert. Im leeren Zustand sind bei Mensch und Raubtier auch die Ausgänge der Säuredrüsen in den Falten der Magenwände verdeckt, sodass ein eher basisches Klima herrscht – alles Zustände, die es beim Schweinemagen nie gibt. Damit sind die Grundlagen für eine Nutzung der Vorteile nativer Kost auch bei Hund und Katze  gegeben.

Native Kost, die dann mit ausreichend Flüssigkeit von Hund oder Katze aufgenommen wird, läuft dann auch bei ihnen ohne Verzug direkt in den Dünndarm und kann sich (auf der ohnehin viel kürzeren Strecke) bequem über den ganzen Dünndarm verteilen. Auf diese Weise entsteht durch die schnelle Verstoffwechslung in den Zellen der Zotten und Mikrozotten des Dünndarms eine sonst nicht vorkommende intensive Verstoffwechslung. Was spricht gegen die Annahme, dass das auch beim Tier den körpereigenen Aufbau des Wohlfühlhormons Serotonin anstößt? Serotonin ist das älteste aller bekannten Hormone/Botenstoffe, über das schon die Ammoniten verfügten.

Dass Tiere von nativer Kost ebenso profitieren können wie wir Menschen auch, erfuhr ich erstmals durch die Schilderung eines Wiener Tierarztes, der seiner schwer dahinsiechenden Katze „Whitey“ in einer Kanüle täglich eine Mischung aus Nativer Kost (Aminas) und Wasser in den Rache gespritzt hatte. Schon nach wenigen Tagen sprang sie mit einem Satz auf den Behandlungstisch. Sie fraß wieder und hatte Stuhlgang!

 

Eine ganz andere Frage: Könn(t)en wir Hund und Katze ohne Gefahr für unsere Gesundheit essen?

Diese Frage klingt ketzerisch angesichts der Liebe, die uns Menschen in den westlichen Kulturkreisen mit Hund und Katze verbindet. Umgekehrt zeigen Wildhunde, Wölfe und Großkatzen, dass sie keine Probleme mit der Verwertung menschlichen Fleisches haben. In der heutigen Zeit des Nahrungsüberflusses kommt uns der Gedanke, unsere tierischen Mitbewohner aufzuessen als ebenso frevelhaft vor wie der Kannibalismus. Ohne Frage können wir auch ihr Fleisch biologisch verwerten.

Wir wissen aber, dass in südchinesischen Provinzen nicht nur zu besonderen Angelegenheiten gern Hunde gegessen werden.

Hunde

In der chinesischen Hafenstadt Fujou, in der sich die Einwohner viel darauf geben, dass sie das Leben Tag für Tag in vollen Zügen genießen, waren wir zu einem  üppigen Bankett in einem luxuriösen Restaurant eingeladen, das draußen vor dem Eingang die lebenden Tiere in Käfigen aufbewahrte, die man auf Wunsch im Restaurant zubereitet kriegte.  Meine Begleiter und nicht staunten nicht schlecht, dort in einem schmalen Käfig, in dem das Tier gerade einmal aufrecht stehen konnte, eine riesige Deutsche Dogge zu sehen. Unsere dumme Frage, ob der Hund auch zu essen sei, wurde ebenso dumm beantwortet, dass man doch heutzutage keine Hunde mehr äße! Historisch ist belegt, dass beispielsweise in der Han-Dynastie überall im Land Hunde zur Bewachung und für die Ernährung gehalten wurden. Eskimos schlachten ihre wertvollen Schlittenhunde nur ungern, tun das aber doch in größter Not.

Katzen

„Dachhasen“ wurden zu Ende des Zweiten Weltkrieges als Kaninchen deklariert und ohne Schaden gegessen. Die Gesetze in unseren Ländern verbieten heute den Verzehr und den Handel mit Katzenfleisch. In Asien wird – wieder besonders im Süden – besonders viel Katzenfleisch gegessen. Die Menschen aus der alten südlichen chinesischen Kaiserstadt Nanking werden sogar heute noch als „Katzenfresser“ bezeichnet.  Seltsamer Weise ist der Verzehr von Rattenfleisch, der den meisten Europäern als besonders schändlich vorkommt, hier überhaupt nicht verboten. In Belgien gibt es sogar Spezialitätenrestaurants, die Ratte in vielfacher Variation anbieten.

Kein Gift im Fleisch

Das Fleisch von Tieren zu essen bedeutet die Aufnahme der aus Proteinen aufgebauten Muskelzellen der Tiere. Fremdproteine werden von unserem Immunsystem sofort als gefährlich eingestuft und vernichtet. So weit kommt es beim Fleischessen aber nicht. Für uns giftigen Proteine werden entweder im Vorgang der Verstoffwechslung aufgebrochen, sodass wir nur mit ihren für uns ungefährlichen Inhalten wie insbesondere den Aminosäuren zu tun haben – oder sie werden einfach ausgeschieden, s.  http://www.essenspausen.com/eiweisse-proteine-und-aminosaeuren-sind-nicht-dasselbe/.